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Handball-Oberliga Frauen HSG Hude/Falkenburg zeigt schlechteste Saisonleistung

Von Richard Schmid | 01.05.2017, 17:31 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben ihr Heimspiel gegen den ATSV Habenhausen mit 23:32 (9:16) verloren. Ihr Trainer Timo Stein bezeichnete den Auftritt als „schlechteste Saisonleistung“.

„Einfach nur katastrophal, was wir gezeigt haben“, sagte der sichtlich konsternierte Timo Stein, Trainer der Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg, nach der 23:32 (9:16)-Klatsche gegen ihre abstiegsbedrohten Oberliga-Konkurrentinnen vom ATSV Habenhausen. „Das war unsere schlechteste Saisonleistung. Keine unserer Spielerinnen erreichte ihre Normalform“, so Steins bitteres Fazit nach der auch in dieser Höhe verdienten Niederlage gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner.

HSG wirft in 13 Minuten nur ein Feldtor

Das 1:0 in der zweiten Minute durch Katharina Stuffel bedeutete nicht nur die einzige Führung für die Gastgeberinnen während der gesamten Spielzeit, es blieb bis zur 13. Minute auch das einzige Feldtor für die HSG-Sieben. Lediglich drei Siebenmeter-Treffer von Jessica Galle hielten die Gastgeberinnen in der Anfangsphase einigermaßen auf Augenhöhe. Allerdings fand die Abwehr mit einer an diesem Tag auch indisponierten Torfrau Katharina Woltjen in keiner Phase des Spiels ein Rezept, die Angriffe der Gäste zu stoppen. „Was wir auch an variablen Deckungsvarianten versuchten, es blieb alles wirkungslos“, sagte Stein. Vor allem Christine Köster, beste Spielerin der Gäste (10/3 Tore), war nicht in den Griff zu bekommen. So kamen die Bremerinnen immer wieder zu relativ leichten Toren. Sie hatten sich bereits zur Pause einen beruhigenden Sieben-Tore-Vorsprung herausgespielt.

ATSV-Torfrau Karametovic überzeugte

Auch im Angriff zeigten sich die HSG erstaunlich schwach. Viel zu viele Bälle wurden leichtfertig vertändelt oder eine Beute der souverän haltenden Torfrau der Gäste, Deniza Karametovic. Allein in der ersten Hälfte konnte sie fünf Schüsse der sonst so sicheren HSG-Werferin Mareike Zetzmann abwehren. Und bekam dann doch einmal eine HSG-Angreiferin den Ball an Karametovic vorbei, so führte dies noch lange nicht zu einem Torerfolg. Ein Angriff in der Anfangsphase war symptomatisch für die Angriffsbemühungen der Gastgeberinnen: Die von der noch besten HSG-Spielerin Jessica Galle schön freigespielte Nadja Albes überlistete die heraus stürmende Torfrau mit einem Heber. Der Ball landete jedoch nicht im Tor, sondern an der Querlatte.

Nach dem Wiederanpfiff änderte sich am Spiel von Hude/Falkenburg nichts. Selbst aus einer dreifachen Überzahl – der ATSV musste für gut eine Minute nach drei aufeinanderfolgenden Hinausstellungen nur noch mit der Hälfte seiner Feldspielerinnen auskommen – schlug das HSG-Team kein Kapital. Im Gegenteil, es musste sogar froh sein, in dieser Phase kein Gegentor zu kassieren. „Mit Oberliga hatte unser Spiel nichts zu tun; nicht Habenhausen, sondern wir spielten wie ein potenzieller Abstiegskandidat“, so Stein, der in den nächsten Tagen einiges an Arbeit vor sich hat, um seine Spielerinnen nach dieser Klatsche wieder aufzurichten.