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Handball-Oberliga Frauen TV Neerstedt erarbeitet sich gute Ausgangsposition

Von Heinz Quahs | 07.01.2019, 11:28 Uhr

Die Handballerinnen des TV Neerstedt sind als Tabellenzehnter in die Winterpause der Oberligasaison 2018/19 gegangen. Der Aufsteiger hat sich mit 11:17 Punkten im Kampf um den Ligaverbleib eine gute Ausgangsposition verschafft.

Das Fazit nach dem ersten Teil der Saison 2018/19 fiel positiv aus. Die Mannschaft sei voll im Soll, sagte Michael Kolpack, der mit Maik Haverkamp die Handballerinnen des TV Neerstedt trainiert, über die 11:17 Punkte und den elften Tabellenplatz des Oberliga-Aufsteigers. „Punkte, die geholt werden mussten, wurden geholt“, erklärte er. Doch das war nicht alles: „In Findorff belohnte sich die Mannschaft mit einem etwas überraschenden Zusatzpunkt.“ Das 24:24 im 13. Saisonspiel könne noch einmal wichtig werden, denn „auch die nächsten Spiele gegen die Konkurrenz im Kampf gegen den Abstieg müssen erst einmal gewonnen werden, deshalb nehmen wir auch unvorhergesehene Zähler dankend mit.“

Arbeit des TV Neerstedt zahlt sich aus

Der Verbleib in der vierthöchsten Staffel ist das große Ziel des TVN, der als Meister der Landesliga 2017/2018 in die Oberliga Nordsee aufgestiegen war. Anschließend waren Torhüterin Katharina Marks sowie die Feldspielerinnen Nadine Menkens und Urgestein Manuela Garms verabschiedet worden. Doch die Neuzugänge Nina Sempert und Lisa Rangnick von der TSG Hatten-Sandkrug fügten sich schnell ins Team ein. Nach einer intensiven und nach Meinung der Trainer auch guten Vorbereitung begann das „Abenteuer Oberliga“ mit einem knappen 23:22 über den Wilhelmshavener SSV. Doch dann bekam Neerstedt gegen die etablierten Teams VfL Stade (18:29), TV Oyten II (25:36), VfL Oldenburg III (28:41) und SG Friedrichsfehn/Petersfehn (22:32) die Stärke der Liga zu spüren. Das war aber vorauszusehen, erklärte Kolpack: „Diese Mannschaften, aber auch SFN Vechta und Werder Bremen II, sind sowohl im taktischen Bereich als auch im Zusammenspiel deutlich weiter. Hier haben wir noch viel Arbeit vor uns.“ Die leistete das Trainer-Duo mit den Spielerinnen schon während des ersten Saisonteils und das zahlte sich aus: Beim ATSV Habenhausen wurde der zweite Sieg eingefahren (26:23).

Schwächen im Abschluss

Nach den Niederlagen gegen Vechta (24:32), Bremen II (24:35), den Landkreis-Rivalen HSG Hude/Falkenburg (nach starker Leistung: 21:22) und den TV Dinklage (17:34) legten die Neerstedterinnen vor der Winterpause einen 5:1-Punktelauf hin und erspielten sich so den Fünf-Punkte-Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Die Partien gegen GW Mühlen (27:17), in Findorff und Wilhelmshaven (30:26) hätten die Fortschritte deutlich gezeigt, fand Kolpack. Die erste Sieben ist sehr gut eingespielt. Dazu käme, dass alle Spielerinnen mit guter Moral und großem kämpferischen Einsatz überzeugen. Es gelte aber, daran zu arbeiten, dass Auswechselungen nicht zu Brüchen führen. Außerdem müsste die Chancenverwertung besser werden. Das gilt ganz besonders für die Siebenmeter. Mit einer Trefferquote von 67,9 Prozent (55 von 81 wurden verwandelt) liegen die TVN-Schützinnen deutlich unter dem Durchschnitt der Liga (75,6). Mit insgesamt 337 erfolgreichen Würfen stellt der TVN den drittschlechtesten Angriff der Liga.

Erfolgreichste Werferin ist Agnieszka Blacha, die auf der Spielmacherposition zudem gute Übersicht beweist und ihre Mitspielerinnen nach durchdachten Angriffszügen immer wieder geschickt in Szene setzt. Sie erzielte bisher 75 Treffer. Nadja Albes (58), Kirsten Kurok (51) und Wiebke Kieler (38) folgen in der teaminternen Rangliste auf den nächsten Plätzen.

Bereits Anfang des neuen Jahres ist der TVN wieder ins Training eingestiegen. Geplant sind auch Testspiele gegen den SV Höltinghausen und den TV Cloppenburg. Am 27. Januar steht das erste Punktspiel 2019 an. Dann erwartet das Team den Zweitplatzierten VfL Stade (16.30 Uhr).