Ein Angebot der NOZ

Handball-Oberliga HSG Delmenhorst atmet nach 27:26 in Edewecht auf

Von Klaus Erdmann | 04.12.2016, 17:02 Uhr

Aufatmen im Lager der HSG Im vorletzten Punktspiel des Jahres kam das Schlusslicht der Oberliga mit dem 27:26 (14:13) beim VfL Edewecht zu einem wichtigen Sieg. Während der Schlussminute rückten besonders Jörn Janßen, dem der entscheidende Treffer gelang, und Sönke Schröder, der einen Siebenmeter parierte, in den Mittelpunkt.

HSG-Spielertrainer Andre Haake („Wir haben es unnötig spannend gemacht“) , der ebenso wie Philipp Freese am Samstagabend verletzungsbedingt nicht mitwirken konnte, sah bei seiner Mannschaft von ihm geforderte Grundtugenden wie Kampf und Leidenschaft. Außerdem setzten die Delmenhorster die von den Trainern Haake und Werner Rohlfs vorgegebene Taktik gut um.

„Wir haben uns voll auf uns konzentriert“, betonte Haake, der insbesondere die Defensivleistung lobte: „Wir haben 60 Minuten lang eine konzentrierte Abwehrleistung gezeigt.“ Darüber hinaus hätten die drei Torhüter Mirko Lettmann, Olaf Sawicki und Sönke Schröder starke Leistungen gezeigt. Sawicki sah in der 41. Minute nach der Beleidigung eines Gegenspielers die Rote Karte (mit Bericht), die eine Sperre nach sich zieht.

Sönke Schröder avanciert zum Matchwinner

Die Gäste kamen gut ins Spiel, führten nach fünf Minuten mit 3:1 und in der 13. Minute mit 8:4. Dann jedoch erzielte der VfL vier Treffer in Folge. Eine doppelte Zeitstrafe gegen Tobias Weihrauch vermochte Delmenhorst nicht gut zu nutzen. Die 14:13-Pausenführung bezeichnet Haake als „verdient“.

Nach Wiederanpfiff, so der Coach, habe die HSG viele Tore über die zweite Welle erzielt. Über 17:14 (38.) und 21:18 (46.) kam der Tabellenletzte nach 55:38 Minuten durch den überragenden Jörn Janßen, dem elf Tore gelangen, zum 26:23. Nur 14 Sekunden später musste Stefan Timmermann eine Zeitstrafe hinnehmen und der VfL markierte in Überzahl drei Treffer in Folge. Nach 59:25 Minuten nahm der Gast eine Auszeit. 13 Sekunden vor dem Abpfiff brachte Janßen sein Team mit 27:26 in Führung. In letzter Sekunde parierte Schröder einen Siebenmeter des Edewechters Thio Remmers, der zuvor fünf Strafwürfe verwandelt und einen vergeben hatte.

HSG Delmenhorst feiert Sieg mit „schönem Mannschaftsabend“

Es sei wichtig, während der gesamten 60 Minuten voll da zu sein: „Wenn du nur zehn Prozent weniger gibst, verlierst du das Spiel.“ Man habe einen Schritt nach vorne gemacht, meinte Haake, der zudem von einem „schönen Mannschaftsabend“ berichtete.

Nun müsse man gut trainieren und nachlegen. Das letzte Spiel des Jahres bestreitet die HSG am Samstag ab 18 Uhr beim TSV Bremervörde. Der Tabellenelfte unterlag mit 20:31 beim TV Neerstedt.