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Handball-Oberliga HSG Delmenhorst empfängt HSG Barnstorf/Diepholz

Von Lars Pingel | 16.10.2015, 09:30 Uhr

Schwere Aufgabe für die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst: Sie empfangen an diesem Samstag, 19 Uhr, die HSG Barnstorf/Diepholz in der Stadionhalle. Die Gäste zählen zu den Favoriten auf Meisterschaft und Aufstieg.

Andre Haake denkt zuerst an die Fans. „Wir haben etwas gutzumachen“, sagt der durch das große Verletzungspech, das sein Team bisher verfolgt, wieder in Doppelfunktion tätige Rückraumspieler und Trainer des Handball-Oberligisten HSG Delmenhorst. Er hat dabei das Heimspiel gegen die TSG Hatten-Sandkrug am 3. Oktober im Sinn, das mit 27:39 verloren ging. „Wichtig ist, dass wir uns als Mannschaft ganz anders präsentieren“, fordert er von sich und seinen Mitspielern vor dem Auftritt in der Stadionhalle. Am Samstag, 17 Oktober, treffen die Delmenhorster dort ab 19 Uhr auf eines der Schwergewichte der Liga, die HSG Barnstorf/ Diepholz, dem sie so stark Paroli bieten wollen, dass ihre Anhänger rundum zufrieden nach Hause gehen.

Barnstorf/Diepholz hat vier Siege gefeiert

Dass Haake zunächst einmal hofft, dass seine Mannschaft ihren Teil zu einem hochklassigen Handballspiel beiträgt, überrascht nicht. Der Aufsteiger, der nach vier Spieltagen mit 2:6 Punkten Tabellenzwölfter ist, hat einen der großen Favoriten auf die Meisterschaft und den Drittliga-Aufstieg zu Gast. Barnstorf/Diepholz kommt mit dem Selbstvertrauen, das vier Siege aus vier Spielen erzeugen, in die Stadionhalle. Der Vizemeister der vergangenen Saison, der die Meisterschaft nur um zwei Punkte verpasst hatte, tritt mit einem Kader an, der vor allem in der Breite verstärkt wurde. Unter den Zugängen ist in Bastian Carsten-Frerichs aber auch einer der besten Rechtsaußen und Abwehrspieler der Liga. Er kam vom TV Neerstedt. Von dort wechselte auch der neue Trainer nach Barnstorf: Dag Rieken soll die Mannschaft so schnell wie möglich zurück in die 3. Liga führen, die sie 2011 verlassen musste.

HSG kann nur zwölf Spieler aufbieten

„Wir sind klarer Außenseiter“, sagt Haake über die Ausgangslage. Die HSG wird an diesem Samstag wie vor dem 26:40 beim SV Beckdorf nur zwölf Aktive in den Spielberichtsbogen eintragen können, in dem dafür eigentlich 14 Zeilen frei sind. Olaf Sawicki, Meik Schäfer, Marcian Markowski und Niclas Schanthöfer fallen weiterhin verletzt aus. Außerdem fehlt Colin Hörner (privat verhindert). Rückraumspieler Tim Kieselhorst, der in Beckdorf berufsbedingt passen musste, ist wieder dabei. „Er konnte zwar nur einmal trainieren“, sagt Haake, „doch mit seiner Größe und Wurfkraft wird er uns weiterhelfen, selbst wenn es nur für ein paar Minuten reicht.“

Spielertrainer hofft auf Rückenwind von der Tribüne

Haake möchte mit seinem Team „über den Kampf ins Spiel finden“. Das beginne in der Abwehr. „Die muss besser stehen“, erklärt der Spielertrainer. „Wir müssen mehr Bälle gewinnen, um über Gegenstöße zu einfachen Toren zu kommen.“ Er hofft, dass dadurch der Funke zum Publikum überspringt. Das könnte dann von der Tribüne für kräftigen Rückenwind sorgen, der den Delmenhorstern hilft, ihr Ziel zu erreichen – oder sogar ein bisschen mehr. „Wir werden alles versuchen“, verspricht Haake.