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Handball-Oberliga HSG Delmenhorst kassiert derbe Packung

Von Klaus Erdmann | 05.02.2016, 00:02 Uhr

Die enttäuschenden Delmenhorster Oberliga-Handballer kassieren gegen den Elsflether TB ein 19:27. Dem Gastgeber gelingen im ersten Abschnitt lediglich sechs Treffer. Der Aufsteiger verzeichnet viele Fehlwürfe und offenbart Lücken in der Abwehr.

Delmenhorst. In einem vorgezogenen Spiel der Handball-Oberliga hat sich die HSG Delmenhorst am Donnerstagabend in allen Belangen unterlegen gezeigt und gegen den Elsflether TB ein 19:27 (6:11) kassiert. „Das war eine trostlose Vorstellung“, meinte Spielertrainer Andre Haake nach dem Schlusspfiff.

Anfangs rechnete keiner der rund 300 Zuschauern in der Stadionhalle mit einer solch deutlichen Angelegenheit. Frederic Oetken (zum 1:0) und Benjamin Janssens, der das 2:1 markierte, sorgten zweimal für einen Delmenhorster Vorsprung – es sollten die einzigen Führungen des Aufsteigers bleiben. Nach Janssens 3:3 zog Elsfleth bis zur 17. Minute auf 7:3 davon. Bereits zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich ab, dass die Hausherren nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Der Gast hingegen schnupperte Morgenluft und hoffte auf seinen zweiten Auswärtssieg. In der 28. Minute verkürzte Steffen Eilers den Rückstand auf drei Tore (6:9), doch bis zur Pause vergrößerten die Elsflether ihren Vorsprung wieder auf drei Treffer.

„Acht, neun Pfostentreffer“

Auch in der zweiten Halbzeit befand sich im Spiel der Delmenhorster Sand im Getriebe. Sie mühten sich zwar, vermochten den Rückstand jedoch nicht zu verkürzen. Immerhin erwies man sich nun treffsicherer: Nachdem der Mannschaft in Hälfte eins lediglich sechs Treffer gelungen waren, erzielte sie während der ersten zwölf Minuten der zweiten Halbzeit ebenfalls sechs Tore. Ein schwacher Trost angesichts der Tatsache, dass auch Elsfleth nicht locker ließ.

Die HSG hatte mit „acht, neun Pfosten- und Lattentreffern“ (Haake) Pech, verzeichnete insgesamt jedoch zu viele Fehlwürfe. Hinzu offenbarte die Spielgemeinschaft in der Abwehr deutliche Lücken, die die Elsflether, die in dem achtmal erfolgreichen Ruven Rußler ihren besten Torschützen besaßen, wiederholt zu Treffern nutzten. Es hatte den Anschein, als müsste sich der Gastgeber die Treffer mühsam erarbeiten, während dem Tabellenvierten das Torewerfen leicht fiel. In der Schlussphase verhinderte Torhüter Sönke Schröder eine noch deutlichere Niederlage. Zudem vergaben die Elsflether einige gute Chancen leichtfertig.

Elsfleths 6:0-Deckung kaum zu knacken

Haake betonte, dass der Gegner in allen Belangen überlegen gewesen sei. „Wir haben uns von der 6:0-Deckung einschüchtern lassen“, ergänzt er. Ohne Ball seien die Spieler zu wenig in Bewegung gewesen. Vorsitzender Jürgen Janßen fühlte sich an das Heimspiel gegen die TSG Hatten-Sandkrug, die sich mit 39:27 zu behaupten vermochte, erinnert: „Das war auch so ein Spiel, in dem es von Anfang an nicht lief.“

In der Rubrik „positiv“ ist zu verbuchen, dass Stefan Timmermann erstmals nach dreimonatiger Verletzungspause (Bruch des Mittelhandknochens) wieder mitwirken konnte. Auch Niclas Schanthöfer gehörte nach seiner Sprunggelenkverletzung wieder zum Team.