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Handball-Oberliga HSG Delmenhorst setzt gegen Hatten auf Kampfgeist

Von Klaus Erdmann | 13.02.2016, 09:46 Uhr

Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst laufen am Samstagabend (19.30 Uhr) bei der TSG Hatten/Sandkrug auf. Im Falle eines Sieges würde der Neuling die Gastgeber überholen. Der Delmenhorster Spielertrainer Andre Haake erinnert an gute Auswärtsspiele.

Die Handballer der HSG Delmenhorst bestreiten heute Abend in doppelter Hinsicht ein Nachbarduell. Erstens gastiert der Oberligist ab 19.30 Uhr bei der TSG Hatten-Sandkrug. Zweitens handelt es sich um die Begegnung zweier Tabellennachbarn, die Erfolge benötigen, um das Abstiegsgespenst zu verscheuchen. HSG-Spielertrainer Andre Haake strebt vor dem Auftritt in der Sandkruger Halle an der Schultredde keinen Schönheitspreis an: „Wir müssen über den Kampf ins Spiel kommen.“

Die Trainingswoche bezeichnet Haake als „bescheiden“. Die Spieler seien relativ unkonzentriert gewesen, aber „im Abschlussspiel war Pfeffer drin“. Wichtig sei, dass die Spieler die Köpfe freibekämen, unterstreicht der Coach. Er ergänzt: „Wir dürfen nicht aufgeben, wenn etwas mal nicht klappt.“

HSG-Trainer Andree Haake fordert „Wiedergutmachung“

In der letzten Partie, die mit einer 19:27-Heimniederlage gegen den Elsflether TB endete, hat einiges nicht geklappt. Die Konsequenz: Die HSG-Spieler arbeiteten während der vergangenen Tage im Schnelligkeitsbereich und rückten das Angriffsspiel in den Mittelpunkt. Er könne sich nicht daran erinnern, wann die Mannschaft vor dieser Begegnung unter 20 Toren gebleiben sei – noch dazu in einem Heimspiel.

„Wir haben etwas gutzumachen. Wir haben uns nicht so präsentiert, wie man sich zuhause präsentieren sollte“, zeigt sich Haake selbstkritisch. Er hoffe, dass sein Team gegen Hatten-Sandkrug dennoch Unterstützung erfahre. „Auswärts haben wir uns immer ganz gut präsentiert“, erinnert er an gelungene Auftritte in fremden Hallen. Vier der neun Punkte errang der Neuling in Auswärtsspielen.

Als Drittletzter droht der HSG Delmenhorst der Abstieg

Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht den Stellenwert des Treffens: Die Delmenhorster belegen den zwölften und damit den drittletzten Platz. Die TSG Hatten-Sandkrug, die elf Zähler gesammelt hat, nimmt Position elf ein. Im Falle eines Erfolges würde die HSG den Gastgeber überholen. Haake, dessen Mannschaft gegenüber dem Tabellenvorletzten SVGO Bremen vier Punkte Vorsprung aufweist, betont: „Wir wollen uns nicht darauf verlassen, dass nur zwei Mannschaften absteigen.“ Wenn der OHV Aurich oder die HSG Varel-Friesland die 3. Liga verlassen müssten, gäbe es drei Oberliga-Absteiger. Die beiden genannten Mannschaften liegen nur knapp „über dem Strich“. Man wolle, so Haake, auf jeden Fall den viertletzten Rang oder eine bessere Platzierung erreichen.

Bei der TSG Hatten-Sandkrug, die sich am 3. Oktober in der Stadionhalle mit 39:27 zu behaupten vermochte, verzichten die HSG-Trainer Haake und Werner Rohlfs auf Torwart Olaf Sawicki. „Er hat nach seiner Verletzung wieder trainiert, aber wir wollen ihn langsam aufbauen. Er ist noch nicht im Kader“, berichtet Haake. Den Einsatz des zuletzt erkrankten Niclas Schanthöfer versieht er mit einem Fragezeichen.