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Handball-Oberliga HSG Delmenhorst siegt bei der TSG Hatten-Sandkrug

Von Lars Pingel | 14.02.2016, 18:55 Uhr

Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben bei der TSG Hatten-Sandkrug mit 31:28 (16:16) gewonnen. Das verdankten sie einer geschlossen Mannschaftsleistung.

Das gemeinsame Freudentänzchen war beendet, in den Gesichtern der Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst, ihrer Trainer und Betreuer war deutlich zu erkennen, wie groß die Erleichterung über den 31:28 (16:16)-Erfolg bei der TSG Hatten-Sandkrug war. „Das war ein wichtiger Sieg“, bestätigte Andre Haake, Coach und Spieler des Siegers. „Nach der Pleite aus der Vorwoche wollten wir unbedingt eine mannschaftlich geschlossene Leistung abliefern. Das ist uns gelungen“, erklärte er. Jeder, angefangen von den beiden Torhütern, habe seinen Beitrag geliefert, um eine Antwort auf das deprimierende 19:27 gegen den Elsflether TB zu geben. Mit dieser schob sich die HSG zudem in der Tabelle an den Gastgebern vorbei vom dritt- auf den viertletzten Platz.

HSG verpasst frühere Entscheidung

„Wir haben in der zweiten Halbzeit besser gedeckt“, erklärte Haake den Hauptgrund dafür, dass er und seine Mitstreiter nach der Partie, die am Samstagabend 250 Zuschauer in der Halle an der Schultredde verfolgt hatten, das beliebte „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ anstimmen durften. Dieser wäre höher ausfallen können, wenn die Delmenhorster im Gefühl des sicheren Sieges die letzten 160 Sekunden nicht hätten austrudeln lassen. Ganze acht Tore hatten sie den Sandkrugern nach dem Seitenwechsel bis dahin gestattet. Kreisläufer Meik Schäfer beseitigte mit dem Treffer zum 30:24 alle Zweifel.

Dass die so lange bestanden, war unnötig. „Wir hätten den Sack viel eher zumachen müssen“, fand Haake. Doch nach dem 27:22 (46. Minute), das Stefan Timmermann nach einem Konter warf, vergaben die Delmenhorster zunächst dreimal in Folge Möglichkeiten, bei denen sie alleine auf das TSG-Tor zuliefen. Auch in der Folge ließen sie noch einige hochkarätige Chancen aus.

Delmenhorster legen 5:0-Lauf hin

Die Gastgeber schlugen daraus allerdings kein Kapital. Das lag an der guten Abwehrarbeit, die die HSG-Akteure in der 6:0-Formation leisteten, und an den Paraden von Torwart Sönke Schröder, der den ebenfalls sicheren Mirko Lettmann nach der Pause ersetzt hatte. Außerdem profitierte die HSG davon, dass die TSG-Spieler von dem energischen Zwischenspurt der Delmenhorster, die innerhalb von sechs Minuten aus einem 19:19 (35.) ein 24:19 (41.) gemacht hatten, offensichtlich völlig verunsichert waren. Die Gastgeber agierten in der Offensive überhastet, leisteten sich im Spielaufbau viele technische Fehler und verloren in der Abwehr den Zusammenhalt.

Umkämpfte erste Halbzeit

Vor der Pause war es den Sandkrugern noch gelungen, die HSG mit guter Defensivarbeit aus dem Tritt zu bringen. Vor der Pause war es den Sandkrugern noch gelungen, die HSG aus dem Tritt zu bringen. Die Delmenhorster starteten stark. Angeführt von Spielmacher Frederik Oetken spielten sie die TSG-Abwehr immer wieder geschickt aus. Die HSG lag nach zwölf Minuten mit 9:6 vorn. Dann stellte die TSG von der 5:1- auf die 6:0-Formation um. Fast sieben Minuten lang kassierte die TSG keinen Gegentreffer (11:9, 19.). Mit großem Engagement kämpfte sich die HSG bis zur Pause (16:16) zurück ins Spiel. Nach dem Seitenwechsel dominierte sie mit ihrer Defensive das Geschehen.

Am 20. Februar gegen den Spitzenreiter

„Der TSG haben einige Leistungsträger gefehlt“, fand Haake eine weitere Erklärung dafür, warum sein Team letztlich nicht in Gefahr geraten war. Und dann kam er noch einmal auf seine erste Einschätzung zurück. „Jetzt können wir befreit in die nächsten beiden Spiele gehen“, sagte er. Am Samstag (19.15 Uhr) empfängt die HSG den Spitzenreiter SV Beckdorf; am Freitag, 26. Februar, ist sie bei der zweitplatzierten HSG Barnstorf/Diepholz zu Gast. Haake dachte natürlich zuerst an das Heimspiel und vor allem an die HSG-Fans. „Wir wollen ihnen eine gute Leistung bieten“, sagte er. Es gelte, den Eindruck des Elsfleth-Spiels auch in eigener Halle wettzumachen.