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Handball-Oberliga HSG Delmenhorst tritt mit „lockeren Beinen“ an

Von Klaus Erdmann | 23.11.2018, 17:26 Uhr

Nach dem Sieg in Achim wollen die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst beim TSV Bremervörde nachlegen.

Vor dem Auftritt beim TSV Bremervörde, der am heutigen Samstag um 18 Uhr beginnt, erinnert sich Jörg Rademacher sehr gerne an das 26:21 bei der SG Achim/Baden. Der Cheftrainer der Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst spricht von einer „beeindruckenden Leistung“ und sagt, dass „viele Sachen sehr gut gewesen“ seien. Rademacher: „Unser erster Auswärtssieg hat die Beine lockerer gemacht.“ Es folgt ein Tritt auf die Euphoriebremse: „Das Spiel fängt wieder bei Null an.“

Der Aufsteiger darf Bremervörde in der Tat nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zwar belegt der Gastgeber nach neun Spielen mit fünf Punkten lediglich den vorletzten Platz, doch das letzte Ergebnis lässt aufhorchen: Nach sechs Partien ohne Sieg gewann Bremervörde beim VfL Edewecht mit 27:26. „Das hatte ich nicht erwartet“, erklärt Rademacher. Ebenfalls wundert er sich darüber, dass der Kontrahent in eigener Halle mit dem 27:27 gegen die TSG Hatten-Sandkrug erst einen Punkt geholt hat. Eine Tatsache, die die Aufgabe für die HSG nicht gerade leichter macht.

Bremervörde mit den meisten Zeitstrafen

„Bremervörde weiß, worum es geht“ betont Rademacher. Der TSV hat mit 42 die meisten Zeitstrafen der Liga kassiert: „Es ist ein unbequemer Gegner, der die harte Gangart bevorzugt.“ Insbesondere warnt der Coach vor den TSV-Spielern Karol Moscinski (60 Saisontore) und Adnan Salkic (50). Diese beiden Spieler seien die Dreh- und Angelpunkte. „Aber“, betont Rademacher, „wir müssen uns auf die eigenen Stärken besinnen.“

Das Selbstvertrauen dürfte durch das 26:21 in Achim und den Sprung auf Rang acht größer geworden sein. Es gehe darum, sagt der Trainer, größeren Abstand gegenüber der Konkurrenz und dadurch Ruhe zu haben. Philipp Freese ist eventuell beruflich verhindert. Der zuletzt kranke Torhüter Mirko Lettmann steht wieder zur Verfügung. Nach dem Treffen in Bremervörde stellt sich mit dem VfL Edewecht der Viertletzte in die Halle am Stadion vor (1. Dezember, 19.15 Uhr).