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Handball-Oberliga HSG Delmenhorst unterliegt TSG Hatten-Sandkrug 27:39

Von Klaus Erdmann | 04.10.2015, 15:18 Uhr

Mit dem 27:39 (13:20) gegen die in allen Belangen überlegene TSG Hatten-Sandkrug haben die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst am Samstagabend eine deutliche Schlappe eingesteckt.

Nach dem 31:27-Auftaktsieg gegen den TSV Bremervörde und dem unnötigen 25:28 beim Elsflether TB kassierte der Aufsteiger in die Oberliga Nordsee vor 430 Zuschauern in der Stadionhalle eine Niederlage, die das Etikett „ernüchternd“ trägt. „Für uns geht es darum, zu lernen“, meinte Delmenhorsts Coach Andre Haake, der in die Rolle des Spielertrainers schlüpfte. Gegen Hatten-Sandkrug musste seine Mannschaft Lehrgeld zahlen.

3:2 die letzte Führung für die HSG Delmenhorst

Frederic Oetken sorgte für das 1:0. Er erzielte per Siebenmeter auch das 3:2 – und damit die letzte Führung der Hausherren. Die Gäste übernahmen mehr und mehr das Kommando. Schnell wurde deutlich, dass die Rückraumspieler Robert Langner, Torben Kruse und Jürgen Erdmann, vor denen Haake im Vorfeld des Nachbartreffens eindringlich gewarnt hatte, nicht wirklich in den Griff zu bekommen waren. Das Trio führte Regie und erzielte mit 19 fast die Hälfte der 39 TSG-Treffer.

Schwächen in allen Mannschaftsteilen

Nach dem 4:5 durch Meik Schäfer zog Hatten-Sandkrug auf 10:4 davon. Erst in der 16. Minute gelang Colin Hörner der fünfte Treffer. Die Spieler von Grzegorz Goscinski („Die ganze Mannschaft hat konzentriert gespielt“) bauten den Vorsprung dann kontinuierlich aus. Nach Oetkens 10:14 erzielte die TSG fünf Treffer in Folge. Der Gastgeber offenbarte in allen Mannschaftsteilen Schwächen. In der Abwehr wurden die Gegner nicht exakt genug markiert und im Angriff ließ die HSG einige gute Chancen liegen. Auch die Torhüter hatten bereits bessere Tage erwischt (die Schiedsrichter Georg Hesselbarth/Stefan Schminke übrigens auch).

HSG Delmenhorst werden die Grenzen aufgezeigt

Delmenhorst kam in der 32. Minute in doppelter Überzahl durch einen Treffer von Tobias Schenk auf 16:21 heran, doch dann setzte sich Hatten-Sandkrug wieder deutlicher ab. Haake betonte, dass die TSG seit Jahren auf hohem Niveau spiele. Seinem Team seien die Grenzen aufgezeigt worden. Er meinte ferner: „Wir haben über 60 Minuten kaum Körpersprache gezeigt und uns 40 technische Fehler erlaubt.“

Am Samstag nach Beckdorf

Bei den 1:1-Situationen sei man deutlich unterlegen gewesen. „In Beckdorf“, sagte Haake mit einem Schmunzeln, „können wir nur gewinnen.“ Die HSG gastiert am kommenden Samstag, 19.30 Uhr, beim Titelanwärter.

Thorsten Gärtner verabschiedet

Vor dem Spiel gegen Hatten-Sandkrug verabschiedete HSG-Vorsitzender Jürgen Janßen mit Torsten Gärtner einen Spieler, der von der ersten Mannschaft in die Zweite gewechselt ist.