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Handball-Oberliga HSG Delmenhorst vergibt zu viele Chancen

Von Klaus Erdmann | 02.10.2016, 22:14 Uhr

Die Handballer der HSG Delmenhorst sind weiter Schlusslicht der Oberliga. Gegen Drittliga-Absteiger ATSV Habenhausen unterliegen die Delmenhorster 24:27.

Durch das 24:27 (13:15) gegen den ATSV Habenhausen beläuft sich die Negativserie, mit der sich die Handballer der HSG Delmenhorst zum Auftakt der Oberliga-Saison konfrontiert sehen, auf 0:8 Zähler. Einmal mehr vermochten die Gastgeber viele gute Chancen nicht zu nutzen. „Wir müssen 35 Tore werfen“, erklärte der verletzte Spielertrainer Andre Haake, der der Mannschaft auf dem Feld unübersehbar fehlt, nach Beendigung der Begegnung.

Spiel geht Mitte der zweiten Hälfte verloren

Torben Sudau brachte die HSG vor rund 300 Zuschauern in der Halle am Stadion in Führung. Im Anschluss an Janik Schluroffs 1:2 gab der Gast dden Vorsprung nicht mehr ab. Bis zur 7. Minute zog der Drittliga-Absteiger auf 1:5 davon. Die Delmenhorster mussten sich zunächst einmal berappeln. In der 16. Minute verwandelte Frederic Oetken einen Siebenmeter zum 5:7. Dann übernahm der ATSV wieder das Kommando und kam in der 24. Minute durch Mattes Helbig zum 8:13. Nun erfüllte die HSG mehr und mehr die Forderung von Haake, der vor dem Spiel gesagt hatte: „Wir müssen uns in das Spiel beißen“. Zur Halbzeit lag die Spielgemeinschaft „nur“ mit zwei Toren zurück. Dabei hatten die Gastgeber unmittelbar vor dem Pausenpfiff Pech, denn nach Oetkens 13:14 (29:25) gelang Felix Meier in buchstäblich letzter Sekunde das 13:15.

Starke Habenhauser Deckung

Eingangs des zweiten Abschnitts reagierte Sönke Schröder, für den Olaf Sawicki den Platz zwischen den HSG-Pfosten räumen musste, zweimal glänzend. In der 33. Minute traf Christopher Hartwig zum 14:15. Dann folgte im Delmenhorster Lager Ernüchterung in Form von vier ATSV-Toren in Serie. Die vorbildlich kämpfenden Hausherren steckten nicht auf, doch zu diesem Zeitpunkt (um die 40. Minute herum) fiel die aktuelle Schwäche – die nicht befriedigende Verwertung der Chancen – besonders ins Gewicht. Der ATSV, gestützt auf eine kompromisslose 6:0-Deckung und Olaf Abshagen, einem der herausragenden Keeper der Oberliga, ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

„Wir werfen oft zu flach“

Zwischen der 46. und der Schlussminute betrug der Habenhauser Vorsprung stets mindestens vier Treffer, ehe Delmenhorsts Jörn Janßen 29 Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter zum 24:27-Endstand verwandelte.

„Wir hatten Habenhausen im Griff, haben aber viele freie Bälle verworfen. Wir werfen oft zu flach“, sagte ein enttäuschter Haake. Die Mannschaft habe sich wiederholt zurückgekämpft. Zuweilen habe jedoch die Konzentration und Cleverness im Abschluss gefehlt. Die dreiwöchige Punktspielpause kommt dem Schlusslicht, das als einziges Team noch keinen Zähler geholt hat, gelegen. Haake hofft, dass verletzte Spieler zurückkehren und die Mannschaft wieder in die Spur findet. Am Samstag, 22. Oktober, 19 Uhr, tritt die HSG gegen die TSG Hatten-Sandkrug an. Sie belegt mit 1:7 Punkten den vorletzten Platz.