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Handball-Oberliga HSG Delmenhorst vergibt zu viele Torchancen

Von Klaus Erdmann | 06.12.2015, 18:30 Uhr

Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben ihr Auswärtsspiel beim VfL Edewecht mit 28:29 verloren. Hauptgrund für die Niederlage war die schlechte Chancenverwertung.

„Eigentlich haben wir ein super Spiel gemacht und waren spielerisch die bessere Mannschaft. Im Abschluss hat uns aber die letzte Konsequenz gefehlt.“ Andre Haake, Spielertrainer des Handball-Oberligisten HSG Delmenhorst, stellte seiner Mannschaft nach dem 28:29 (14:15) beim VfL Edewecht ein gutes Zeugnis auf, das jedoch ein Manko aufwies: Im „Fach“ Chancenverwertung gab es nur ein „mangelhaft“. HSG beklagte im zehnten Spiel die die siebte Niederlage.

Während der ersten Viertelstunde, so berichtete Haake, habe der Gast „richtig gut gespielt“. Die Folge: Der Aufsteiger, Zwölfter und Drittletzter, führte beim Tabellensechsten mit 10:6. Dann habe Edewecht den Torwart gewechselt, so Haake, und seine Mannschaft habe den Neuen warmgeworfen. Die Delmenhorster erlaubten sich in aussichtsreichen Positionen zu viele Fehlwürfe. Die Hausherren kämpften sich heran und lagen nach der ersten Hälfte mit 15:14 vorne. „Zur Pause hätten wir führen müssen“, blickte Haake auf die vergebenen Gelegenheiten zurück.

In der 48. Minute legte Edewecht mit dem 24:20 eine klare Führung vor. Die HSG reagierte mit einer Auszeit. Dann stellte sie von 6:0- auf 5:1-Deckung um und nahmen Spielertrainer Niels Bötel in Manndeckung. Delmenhorst kämpfte sich heran und zeigte eine „tolle Moral“ (Haake).

In der 56. Minute hieß es 26:26, eine Minute später führten die Hausherren wieder mit zwei Treffern. Der Neuling steckte jedoch nicht auf und kam noch zum 28:28 (58.). Nach dem 29:28 spielte HSG die restlichen 15 Sekunden aus. „Wir haben dann von der Außenposition verworfen“, sagte der Spielertrainer.

Ab der 20. Minute, unterstrich Haake, habe sein Team fünf, sechs klare Chancen, „freie Bälle ohne Kontakt“, vergeben. Dann habe man den Unterschied gesehen: „In der letzten Minute hat Renke Bitter, den wir gut im Griff hatten, aus dem Rückraum eiskalt das Siegtor erzielt.“