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Handball-Oberliga HSG Delmenhorst verlängert mit Haake und Rohlfs

Von Frederik Böckmann | 04.01.2016, 12:45 Uhr

Handball-Oberligist HSG Delmenhorst setzt beim Trainergespann weiter auf Kontinuität: Spielertrainer Andre Haake und Coach Werner Rohlfs verlängerten ihre Verträge bis zum Sommer 2017.

Zwischen den Feiertagen wurde die Mannschaft bereits informiert, am Sonntag machte die HSG Delmenhorst dann endgültig Nägel mit Köpfen: Andre Haake und Werner Rohlfs haben ihre Verträge beim Handball-Oberligisten um ein Jahr verlängert. „Aufgrund der bisherigen erfolgreichen Zusammenarbeit haben wir eine Vertragsverlängerung vereinbart“, sagte der HSG-Vorsitzende Jürgen Janßen. „Wir arbeiten richtig gut zusammen“, bestätigten Spielertrainer Haake und Coach Rohlfs unisono. Ihre Kontrakte laufen bis zum Sommer 2017 „unabhängig vom Ausgang der jetzigen Saison“, wie Janßen betonte.

Bei der Handball-Spielgemeinschaft sind sie allerdings felsenfest davon überzeugt, mit dem Duo Haake/Rohlfs nach dem Aufstieg in die Oberliga nicht gleich wieder den Gang in die Verbandsliga antreten zu müssen. „Andre und Werner leisten super Arbeit. Die Chemie zwischen ihnen und der Mannschaft stimmt“, begründete Janßen die Vertragsverlängerung. Ziel sei es, in dieser Saison die Klasse zu halten. Mittelfristig wolle sich die HSG in der Oberliga stabilisieren – und dann vielleicht „in drei, vier Jahren“ (Janßen) auch in der Spitzengruppe mitmischen.

Andre Haake will die HSG Delmenhorst in der Oberliga etablieren

Die verlockende Perspektive war für Haake ein Grund, warum er seinen Vertrag bei der HSG verlängerte. „Werner und ich sind total von dem Projekt überzeugt. Es macht richtig Spaß, hier zu arbeiten“, sagte der 30-Jährige. Der frühere Drittliga-Spieler Haake war im Sommer 2010 als spielender Co-Trainer von seinem Stammverein TSG Hatten-Sandkrug zur HSG gewechselt. Nach der Trennung von Gunnar Schäfer im Januar 2011 hatte Haake hauptverantwortlich als Spielertrainer das Team in der Landesliga übernommen, es dort zum Klassenerhalt und 2012 in die Verbandsliga geführt.

„Ich habe viele Freunde in Delmenhorst gefunden“, sagte der Ex-Neerstedter. Er habe eine junge Mannschaft, die sich kontinuierlich weiterentwickelt habe. „Wenn es uns gelingt, ein, zwei starke Spieler von außerhalb zu verpflichten, können wir uns vielleicht in der Oberliga richtig etablieren.“ Gespräche mit der aktuellen Mannschaft und potenziellen Neuzugängen will Haake in den nächsten Wochen führen. „Es wird Veränderungen geben. Aber der Großteil der Mannschaft bleibt zusammen“, kündigte Klubchef Janßen an.

HSG Delmenhorst hält nach Neuzugängen Ausschau

Auf welchen Positionen Haake nach Neuzugängen Ausschau hält, machte der Spielmacher kein Geheimnis. „Wir haben im Rückraum und am Kreis noch Nachholbedarf.“ Nach der Verletzung von Linkshänder Stefan Timmermann sei es auf halbrechts bislang nicht gelungen, diese Position „adäquat zu besetzen“. Da Kreisläufer Meik Schäfer auf Grund seines Berufes nur eingeschränkt trainieren kann, sind die jungen Dominik Ludwig und Marcian Markowski am Kreis häufig auf sich alleine gestellt. Schäfers Zusage für die kommende Spielzeit ist zudem fraglich.

Namhafte Spieler auch ohne Geld zur HSG locken zu können, davon ist Haake überzeugt. „Es ist doch total attraktiv hier. Wir haben ein tolles Umfeld und mehr als 300 Zuschauer bei unseren Heimspielen. Das gibt es doch in Neerstedt oder Hatten schon länger nicht mehr“, sagte Haake mit Blick auf die beiden benachbarten Liga-Rivalen.

Coach Werner Rohlfs will den Nachwuchs im Blick behalten

Trotz aller Bemühungen will die HSG auch den eigenen Nachwuchs im Blick behalten – das unterstrich Trainer-Routinier Rohlfs. „Da haben wir doch richtig Potential“, sagte der 66-Jährige. Jonas Meißner, Kevin Larisch und Jan Schäfer seien Spieler aus der Reserve, „die wir im Blick behalten müssen“. Rohlfs war im Sommer 2014 von den Oberliga-Damen der HSG Hude/Falkenburg zur HSG gewechselt, legte ab Mai aus privaten Gründen eine Pause ein, ehe er im Oktober auf die Trainerbank zurückkehrte. Rohlfs hatte bereits von 2008 bis Ende 2009 die HSG Delmenhorst trainiert (Weiterlesen: Werner Rohlfs kehrt zur HSG Delmenhorst zurück)

Ein Delmenhorster Talent, das sowohl für die A-Jugend-Bundesliga der SG HC Bremen/Hastedt als auch für die HSG auflaufen darf, ist Lasse Till. Ihn würden Haake und Rohlfs gerne an den Herren-Bereich heranführen, doch er erhält vom akut abstiegsgefährdeten HC zur Zeit keine Freigabe. „Ich hoffe, dass wir da für die Rückrunde noch was drehen können“, sagte der HSG-Vorsitzende Janßen.