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Handball-Oberliga HSG Hude/Falkenburg behält im Kampfspiel die Ruhe

Von Daniel Niebuhr | 13.11.2016, 19:03 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg setzten sich beim Vorletzten HSG Bützfleth/Drochtersen mit 34:26 durch – trotz robuster Gegenwehr.

Dass zugepackt werden würde in Drochtersen, das war eigentlich schon vorher klar. Die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg hatten sich auf ein umkämpftes Spiel beim Oberliga-Vorletzten HSG Bützfleth/Drochtersen eingestellt, schließlich stehen die Gastgeberinnen bei den Zeitstrafen mit Abstand an der Spitze der Liga. Auch die Huderinnen erlebten am Sonntag „einige Momente, die an Martial Arts erinnerten“, wie Trainer Dean Schmidt es ausdrückte – den Pflichtsieg ließen sich die Huderinnen aber nicht nehmen. Mit dem 34:26 (15:11) verringerte der Drittliga-Absteiger den Rückstand auf Rang zwei hinter dem einsamen Spitzenreiter VfL Stade auf einen Zähler, wichtiger war Schmidt aber, dass sich niemand verletzt hat: „Da konnte man zwischenzeitlich nicht sicher sein.“

Acht Überzahltore in 18 Minuten

Spielerisch war seine Mannschaft klar überlegen und ließ kaum Zweifel an der Punkteverteilung aufkommen. 4:2 führten die Gäste in der siebten, 11:5 in der 18. Minute. Zu diesem Zeitpunkt hatte Bützfleth bereits vier Zwei-Minuten-Strafen kassiert – und Schmidts Team in den Überzahl-Situationen achtmal getroffen. „Viel hatte das alles mit Handball aber nicht zu tun“, fand Schmidt.

Nur Mitte der zweiten Halbzeit drohte es einmal eng zu werden für die Huderinnen. Die Gastgeberinnen, die nach der 22. Minute ohne weitere Strafe blieben, hatten auf 16:19 verkürzt, und Hudes Shooterin Mareike Zetzmann musste für zwei Minuten auf die Bank. In dieser Unterzahl war allerdings Katharina Stuffel zweimal erfolgreich und sorgte mit dem 21:16 für die Vorentscheidung. Neun verschiedene Torschützinnen konnte Hude/Falkenburg vorweisen, die beste war Jessica Galle, die zehnmal traf und sieben Siebenmeter verwandelte. „Wir haben gezeigt, dass wir variabel sind“, sagte Schmidt.

Tabelle als Nebensache

Dass die HSG als Vierter inzwischen wieder Tuchfühlung zumindest zu Rang zwei aufgenommen hat, nahm der Coach emotionslos zur Kenntnis; verständlich, denn der einzige Aufstiegsplatz zur 3. Liga scheint fest an die verlustpunktfreien Staderinnen vergeben zu sein. „Wir wollen oben dabei bleiben, schauen aber jetzt nicht ständig auf die Tabelle. Wichtig ist, dass wir im Training mal wieder richtig arbeiten können“, erklärte Schmidt. In den fünf Partien bis zur Weihnachtspause hat Hude/Falkenburg beste Aussichten, weiteren Boden gutzumachen, alle Gegner stehen in der Tabelle weiter hinten.