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Handball-Oberliga HSG Hude/Falkenburg bezahlt Zittersieg teuer

Von Daniel Niebuhr | 04.12.2016, 22:54 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg gewinnen beim ATSV Habenhausen mit 20:19 – aber Torhüterin Karen Tapkenhinrichs verletzt sich schwer.

Die Torhüterinnen waren gestern die Geschichten des Abends bei der HSG Hude/Falkenburg – im Guten wie im Schlechten. Im Oberliga-Auswärtsspiel beim ATSV Habenhausen rettete Katharina Woltjen mit zwei Paraden in der Schlussminute zwar ein glückliches 20:19 (10:10); weil sich ihre Kollegin Karen Tapkenhinrichs wenige Minuten vorher allerdings schwer verletzt hatte, war Trainer Dean Schmidt hinterher nicht in Partylaune. „Es war ein teuer bezahlter Sieg“, sagte Schmidt angesichts der Befürchtung, Tapkenhinrichs könnte sich erneut das Kreuzband gerissen haben: „Sie hat gesagt, es fühlte sich so an. Wir müssen abwarten.“

Woltjen rettet den Sieg

Die Verletzung der zuvor starken Keeperin – ohne Gegnereinwirkung – trübte verständlicherweise die Stimmung nach einem Spiel, das für die Huder Handballerinnen auch vom Ergebnis her böse hätte ausgehen können. Der Favorit machte aus seiner 3:0- und der späteren 7:4-Führung wenig, Habenhausen blieb dank vieler Fehler im Gäste-Spiel dran. „Wir haben uns oft falsch entschieden“, klagte Schmidt.

Nach der Pause wurde Woltjen im Tor von Tapkenhinrichs ersetzt, und es lief zumindest etwas besser. Hude/Falkenburg blieb auch nach ihrer Verletzung immer vorn, nach dem 20:16 war selbst Schmidt sich sicher. „Ich dachte, dass wir sie geknackt haben“, bekannte er, doch in der Schlussphase wurde es chaotisch. Habenhausen traf dreimal in Folge und spielte in den letzten 45 Sekunden mit offener Manndeckung.

Noch zwei Spiele in der Hinrunde

Tatsächlich kamen die Gastgeberinnen in Ballbesitz und zu einem offenen Wurf, den Woltjen parierte. Dann kam der Ball noch einmal zu einer freien Habenhauserin, die von Rechtsaußen aber ebenfalls an Woltjen scheiterte. „Wir haben Glück gehabt, dass wir keinen Punkt verloren haben“, sagte Schmidt.

Das Verfolgerfeld ist am Wochenende noch näher zusammengerückt. Hude/Falkenburg ist Vierter und beendet die Hinrunde mit den Partien am Sonntag gegen die HSG Phoenix und eine Woche später beim TV Oyten II.