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Handball-Oberliga HSG Hude/Falkenburg bricht ein

Von Daniel Niebuhr | 05.03.2017, 15:28 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg verlieren bei der HSG Wilhelmshaven nach einem fatalen Einbruch deutlich mit 26:35.

Die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben in den vergangenen Jahren viele Trainer gesehen und die unterschiedlichsten Charaktere kennenlernen dürfen: Routiniers wie Werner Rohlfs, dynamische Jungcoaches wie Dean Schmidt und aktuell einen alten Bekannten mit dem früheren Hoykekamp Torwart Timo Stein. Bei den verschiedenen Hintergründen hatten sie alle doch eines gemeinsam: Ihre Klage über den schmalen Kader. Traditionell ist die HSG personell auf Kante genäht, und ebenso traditionell leidet die Mannschaft unter hartnäckigem Verletzungspech – eine ungünstige Kombination.

Aktuell ist Stein als Flickschuster gefragt, zum Auswärtsspiel bei der HSG Wilhelmshaven reiste er am Samstag mit nur neun Spielerinnen, nach dem ernüchternden 26:35 (12:12) bemerkte er: „Die vielen Ausfälle konnten wir nicht kompensieren.“ Zumindest die überraschende Höhe der Niederlage des Tabellenvierten beim Sechsten lässt sich erklären, denn in der Schlussphase brachen die Gäste völlig ein.

Schwächephase nach dem 19:19

Wobei Steins erstes Auswärtsspiel eigentlich gar nicht schlecht begonnen hatte. Nach elf Minuten stand es 5:3 für sein Team, das dann aber vier Gegentreffer nacheinander kassierte, eine von eindeutig zu vielen Schwächephasen. Nach dem 12:12 zur Pause warf Mareike Zetzmann Hude/Falkenburg wieder in Führung, Wilhelmshaven antwortete aber mit einem Lauf zum 17:14. Nach 41 Minuten war die Partie bei 19:19 dann wieder ausgeglichen, fatale fünf Minuten und fünf Gegentore später stand es aus Huder Sicht 19:24.

Stein: Brauchen größeren Kader

Die letzte Chance auf einen Punktgewinn verspielte Steins Mannschaft in der 52. Minute, als sie beim Stand von 23:26 den Ballbesitz leicht hergab und einen Tempogegenstoß kassierte. „Danach“, sagte Stein, „brachen alle Dämme.“ Besonders die letzten zweieinhalb Minuten wurden bitter, Wilhelmshaven traf da noch viermal. Nicht ganz überraschend stellte Stein fest, „dass wir einen größeren Kader brauchen“. Die Planungen dafür liefen auf Hochtouren, gestalten sich aber mühselig, wie er zugab: „Gute Spielerinnen wachsen nicht auf Bäumen.“