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Handball-Oberliga HSG Hude/Falkenburg unterliegt BV Garrel 21:25

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 23.10.2016, 14:11 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben bereits ihre zweite Saisonniederlage kassiert. Sie verloren gegen den BV Garel mit 21:25 (9:12). Trainer Dean Schmidt hakt das selbst ausgerufene Ziel, im Titelrennen mitzumischen, bereits ab.

Er schimpfte, er ärgerte sich, er malträtierte auch ein wenig die Hallenwand: Wer Dean Schmidt am Samstagabend in der Halle am Huder Bach beobachtete, konnte mit dem Handball-Trainer der HSG Hude/Falkenburg schon fast ein wenig Mitleid bekommen. Schmidt versuchte alles, um seine Spielerinnen im Oberliga-Duell gegen den BV Garrel zu pushen und richtig einzustellen, aber irgendwie schlugen alle Versuche über 60 Minuten fehl. Nach einer schwachen Leistung verlor die HSG ihr Heimspiel gegen den BV Garrel völlig verdient mit 21:25 (9:12) – und sorgte für Frust.

Hude/Falkenburg hat Ideen, setzt sie aber nicht um

„Das war ziemlich ernüchternd“, sagte Schmidt zum Auftreten seiner Mannschaft. Sein Team habe für Angriff und Abwehr durchaus „Ideen gehabt. Die haben wir aber nicht umgesetzt.“ In der Halbzeitpause war Schmidt zum Beispiel noch eindringlich darauf eingegangen, wie Garrel viele seiner Tore erzielt. „Und dann bekommen wir gleich beim ersten Angriff nach der Pause auf diese Art ein Gegentor“, schimpfte Schmidt. Von den vielen guten Ansätzen aus dem vergangenen Pokal-Wochenende habe so gut wie gar nichts geklappt, meinte er resigniert.

Dean Schmidt hakt Aufstiegsrennen schon ab

Durch die zweite Niederlage hat Hude/Falkenburg als selbternannter Titel-Kandidat nun bereits vier Minuspunkte Rückstand auf den Topfavoriten VfL Stade. „Das ist der GAU“, sagte Schmidt mit Blick auf die Tabelle und hakte Meisterschaft und Aufstieg bereits ab. „Wir können die Saison jetzt entspannt angehen“, meinte er mit einem süffisanten Lächeln.

Hude/Falkenburg läuft immer einem Rückstand hinterher

Vor 110 Zuschauern gestaltete die HSG die Begegnung vom Resultat her nur zweimal ausgeglichen: beim 0:0 und 1:1. Danach liefen die Gastgeberinnen stets einem Rückstand hinterher. Beim 3:9 (15.) schien die Partie aus Huder Sicht schon fast gelaufen. Hude/Falkenburg kämpfte zwar, kam aber bis zum Schluss nie näher als auf drei Tore heran.

Garrel hatte unter anderem mit Torfrau Steffi Aumann oder den Haupttorschützinnen Sarah Weiland (7/2 Tore) und Kristina Kallage (6) drei herausragende Spielerinnen. Dazu ordnete die drittliga-erfahrene Spielmacherin Tina Deeben das Spiel der Gäste geschickt.

Lob für Katharina Woltjen und Kristin Schulze

Bei Hude erreichten indes nur wenige Spielerinnen Normalform. Es fehlten im Angriff Spielfreude und Durchschlagskraft, in der Abwehr Zweikampfstärke und Ordnung. Dass Schmidt Shooterin Mareike Zetzmann teilweise auf Rechtsaußen einsetzte, war ein Zeichen der Huder Hilflosigkeit.

Von seiner Kritik aus nahm Schmidt Torfrau Katharina Woltjen und Kristin Schulz. „Das waren unsere einzigen Lichtblicke“, sagte Schmidt, während die Gäste am Abend ihres Sportlerballs parallel um die Wette strahlten und laut „Auswärtssieg! Auswärtssieg!“ skandierten.