Ein Angebot der NOZ

Handball-Oberliga HSG Hude/Falkenburg verspielt die Punkte kurz vor Schluss

Von Richard Schmid | 21.01.2018, 21:28 Uhr

In der Schlussphase verlieren die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg die Nerven und verschenken beim TV Oyten II noch die Punkte.

Gute fünf Minuten waren am Sonntag noch zu spielen, die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg führten beim TV Oyten II mit 24:20. Der dritte Oberliga-Auswärtssieg in Folge schien in greifbarer Nähe. Doch es kam ganz anders: In den Schlussminuten gelang den Gästen nur noch ein Treffer, der schon sicher geglaubte Auswärtssieg war dahin. Am Ende verlor die HSG ganz unglücklich mit 25:26 (13:15) – sehr zum Ärger von Coach Timo Stein: „Wir hatten das Spiel bis kurz vor Schluss im Griff und verbocken es durch unnötige Fehler“, schimpfte er.

Bereits in der ersten Hälfte kam die HSG, die entgegen der ursprünglichen Befürchtung mit Frauke von Freeden und Saskia Petersen antreten konnte, nicht so richtig ins Spiel. „Oyten war zu Beginn vom Einsatz her besser. Die kämpfen um jeden Ball, wir haben manchmal nur zugeschaut“, sagte Stein. Folgerichtig lag Hude/Falkenburg zur Pause mit 13:15 zurück.

„So verlieren wir gegen jeden Gegner“

Die zweite Hälfte sah zunächst eine völlig andere HSG. Plötzlich stimmte die Einstellung. Die Umstellung der Abwehr auf eine offensivere 5-1-Variante erwies sich als ein erfolgreicher taktischer Schachzug. Tor um Tor holten die Gäste auf und gingen schon drei Minuten nach Wiederbeginn in Führung. Die Stein-Sieben baute den Vorsprung systematisch aus. Vor allem Jessica Galle, mit zwölf Toren wiederum erfolgreichste Torschützin auf dem Parkett, war kaum zu halten. Bis zur 54. Minute: Dann kassierte die HSG eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Lisa Busse. Stein nahm eine Auszeit, um sein Team auf die letzten Minuten einzustellen, doch es half nichts. „Wir sollten die Angriffe ruhig ausspielen, aber was machen wir? Wir schenken den Ball durch technische Fehler mehrfach her“, schimpfte Stein. „So verlieren wir gegen jeden Gegner.“

Dass die Partie überhaupt ausgetragen wurde, hatte im Vorfeld für Unmut gesorgt, da beide Teams auf eine Verlegung gehofft hätten. Spielleiter Jens Schoof erklärte allerdings, dass ihm ein offizieller Verlegungswunsch nicht bekannt gewesen sei.