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Handball-Oberliga Hude/Falkenburg siegt in Stade – und muss noch um Punkte bangen

Von Richard Schmid | 09.12.2018, 15:13 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben am Samstag beim Tabellenzweiten VfL Stade mit 27:26 (11:13) gewonnen. Die Gastgeberinnen haben allerdings Protest gegen die Wertung der Partie eingelegt.

Jubel bei den Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg: Beim favorisierten Tabellenzweiten VfL Stade gelang ein knapper, aber verdienter 27:26 (11:13)-Erfolg. Allerdings schwebt über diesem überraschenden Auswärtssieg noch ein Damoklesschwert, denn Stade hat unmittelbar nach Spielschluss Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingelegt. Aus Sicht des HSG-Trainers Dean Schmidt ohne Aussicht auf Erfolg: „Für einen Einspruch gibt es keine Grundlage“. Was war passiert? Zwei Sekunden vor dem Ende kassierte Hudes Maike Deeben eine Zwei-Minuten-Strafe; Stade bekam einen Freiwurf zugesprochen und nicht, wie von den Verantwortlichen des VfL gefordert, einen Siebenmeter. Inwieweit Stade den Protest aufrechterhalten will, wird nach Sichtung des Videomaterials in den nächsten Tagen entschieden, teilte der VfL mit.

Hude/Falkenburgs Torfrau Fenja Schwark spielt angeschlagen weiter

Zum Spiel selbst: Von Anfang an taten sich die Gastgeberinnen schwer. Gegen die gut gestaffelte Abwehr der Schmidt-Sieben fand Stade kein wirksames Rezept. Zwar konnte der VfL gegen Ende der ersten Halbzeit zwischenzeitlich zweimal einen Drei-Tore-Vorsprung herausspielen, eine Führung, die jedoch nie lange Bestand hatte. Auch die über die nahezu gesamte Spielzeit erfolgte Manndeckung gegen HSG-Topangreiferin Jessica Galle zeigte nicht die gewünschte Wirkung. Im Gegenteil: „Dadurch ergaben sich für uns zusätzliche freie Räume, die wir erfolgreich nutzen konnten“, sagte Schmidt. Dabei hatten die Gäste noch ein weiteres Handicap zu bewältigen. Bereits nach 20 Minuten verletzte sich Torfrau Fenja Schwark bei einem unglücklichen Abwehrversuch am Knie. „Wir haben quasi 40 Minuten ohne Torhüterin gespielt, da Fenja durch die Verletzung in der Abwehr deutlich eingeschränkt war“, so Schmidt. Mit einem Zwei-Tore-Rückstand für die HSG ging es in die Pause (11:13).

Hektische Schlussphase

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein Krimi. In der 39. Minute lag Hude/Falkenburg wiederum mit drei Toren (17:20) im Rückstand, der jedoch innerhalb von nur wenigen Minuten dank eines 4:0-Laufes der jetzt mehr und mehr souverän aufspielenden HSG in einen 21:20 Vorsprung (43.) verwandelt wurde. Hude/Falkenburg bestimmte das Spiel. In der 48. Minute erzielte Sarah Seidel (5 Tore), neben Mareike Zetzmann (10/4) erfolgreichste Torschützin der HSG, das 24:21. Hude/Falkenburg lag erstmals mit drei Treffern in Front. Zwar konnte Stade in der 54. Minute noch einmal den Ausgleich zum 25:25 erzielen, doch in der hektischen Schlussphase behielten die Schmidt-Schützlinge die Nerven und holten sich mit Treffern von Zetzmann (57.) und Malin Blankemeyer (59.) den Sieg. „Wir hatten zwar zwischendurch zwei Phasen, wo wir etwas nachlässiger waren, aber insgesamt haben wir das sehr gut gemacht. Wir waren stabil in der Abwehr, und im Angriff nutzten wir konsequent unsere Chancen. Unterm Strich waren wir das bessere Team“, bilanzierte Schmidt.