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Handball-Oberliga Männer HSG Delmenhorst reist mit breiter Brust zum VfL Fredenbeck

Von Klaus Erdmann | 22.02.2019, 22:22 Uhr

Gegen den ehemaligen Drittligisten wollen sich die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst nicht verstecken. „Wir sind Außenseiter, aber wir wollen etwas mitnehmen““, lautet die Parole der Delmenhorster.

Obwohl es sich bei ihrem Gastgeber um einen Drittliga-Absteiger und den Tabellendritten der Oberliga handelt, reisen die Handballer der HSG Delmenhorst mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein zum VfL Fredenbeck. Die „breite Brust“ des Aufsteigers ist in erster Linie auf die in den letzten Monaten gezeigten Leistungen zurückzuführen. Ferner meldet Cheftrainer Jörg Rademacher vor dem 17. Punktspiel einen „kompletten Kader“. Der Auftritt der HSG in der Fredenbecker Geestland-Halle beginnt am Samstag um 19.30 Uhr.

Fredenbeck hat mit der HSG eine Rechnung offen

Die letzte Partie bestritten die Delmenhorster vor zwei Wochen (35:28 beim SV Beckdorf). „Wir haben danach etwas regeneriert, aber weiter fleißig trainiert, auch individuell“, berichtet Rademacher. Fredenbeck sammelte vor eigenem Anhang 14 von 16 möglichen Punkten. Beim Gegner, so der Coach der HSG, herrsche Euphorie. Der VfL strebe den zweiten Platz an. „Es ist wichtig, dass wir den Rückraum und die guten Außen in den Griff kriegen. Fredenbeck verfügt über eine sehr homogene und wurfgewaltige Mannschaft“, betont Rademacher. Der Gegner werde „brennen“ und wolle die überraschende 32:37-Hinspielniederlage vergessen machen.

Aber die Fredenbecker seien durchaus schlagbar und auch in eigener Halle verwundbar. „Wir sind Außenseiter, aber wir wollen etwas mitnehmen““, lautet die Parole des Gastes. Wichtig sei, so Rademacher, dass die HSG in der Deckung so aggressiv wie beim Erfolg in Beckdorf zu Werke gehe. „Wir haben auswärts des Öfteren gut gespielt, aber es fehlt noch die Konstanz“, unterstreicht der Trainer. Neun der 17 Punkte sammelte sein Team in fremden Hallen. In den letzten fünf Auswärtsspielen brachte es der Tabellensiebte der Oberliga Nordsee auf hervorragende 9:1 Zähler.

Rademacher blickt schon auf nächste Spielzeit

In personeller Hinsicht bieten sich dem Delmenhorstern mehr Alternativen als in der Vergangenheit. Im Gegensatz zum letzten Spiel stehen Ole Goyert und Torben Sudau wieder zur Verfügung. Thies Kohrt, der in Beckdorf erstmals nach der langen Verletzungspause wieder dem Kader angehörte, jedoch nur in der Abwehr zum Einsatz kam, hat am letzten Samstag, beim 26:31 des Landesligisten HSG II beim TV Schiffdorf, weitere Spielpraxis gesammelt.

Natürlich laufen bei der hiesigen Handball-Spielgemeinschaft bereits die Planungen für die nächste Saison. „Eventuell können wir in der nächsten Woche den ersten Neuzugang melden“, sagt Rademacher, dessen Team am Freitag, 20.30 Uhr, die TSG Hatten-Sandkrug empfängt. Bleibt er über das Ende der laufenden Spielzeit hinaus Trainer der HSG? „Die Tendenz geht in diese Richtung“, antwortet Jörg Rademacher.