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Handball-Oberliga Männer HSG Delmenhorst startet mit Heimniederlage in die Saison

Von Klaus Erdmann | 11.09.2016, 17:09 Uhr

Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben ihr erstes Spiel der Saison 2016/2017 vor 400 Zuschauern mit 26:30 gegen die SG Bremen/Hastedt verloren. Mitte der zweiten Halbzeit führte der Aufsteiger in der Stadionhalle die Wende herbei. HSG-Trainer Andre Haake monierte unkonzentrierte Aktionen in der Offensive.

„Auswärtssieg! Auswärtssieg“. Nach dem ersten Punktspiel in der Oberliga Nordsee mussten die Handballer der HSG Delmenhorst den Jubel der SG HC Bremen/Hastedt überlassen. Die Schützlinge des Trainer-Duos Andre Haake/Werner Rohlfs kassierten am Samstagabend in der Stadionhalle ein 26:30 (15:14), wobei der Gast die Wende Mitte der zweiten Halbzeit herbeiführte.

Der Hausherr musste auf seinen spielenden Coach Haake verzichten, der sich in einem Vorbereitungsspiel gegen den Ligakonkurrenten TV Neerstedt das Schlüsselbein gebrochen hatte. Ein weiterer Spielmacher, Frederic Oetken, wirkte nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel wieder mit, verzeichnete jedoch (noch) relativ wenige Spielminuten.

HSG Delmenhorst führt in der siebten Minute mit 5:1

Die Delmenhorster erwischten einen Auftakt, der so ganz nach dem Geschmack der HSG-Anhänger unter den rund 400 Zuschauern war. Jörn Janßen sorgte nach 106 Sekunden für die Führung und nach Yannick Schäfers Ausgleich zog der Gast bis zur siebten Minute auf 5:1 davon. Nach Christopher Hartwigs 7:3 (11.) nahm Barna-Zsolt Akacsos, Trainer des Aufsteigers, die erste Auszeit. Im Anschluss daran warf seine Mannschaft drei Treffer in Folge. In der 25. Minute sorgte Dominik Ludwig für einen Drei-Tore-Vorsprung (13:10.). Ärgerlich aus HSG-Sicht: Beim Stand von 15:13 unterlief der in Überzahl spielenden HSG ein Abspielfehler. Die Bremer konterten erfolgreich und statt 16:13 hieß es zur Pause 15:14.

Mit dem 16:17 durch Edwin de Raad gelang dem Gast erstmals die Führung (34.). Durch Tore von Oetken und des achtmal erfolgreichen Hartwig eroberte sich die HSG diese jedoch postwendend zurück. In der 42. Minute verwandelte Oetken einen Siebenmeter zum 22:20. Dann drehten die Bremer gegen einen nun verunsichert wirkenden Gastgeber auf und erzielten bis zur 49. Minute fünf Treffer in Serie. Davon vermochte sich Delmenhorst, das immer wieder mit flachen Würfen an Schlussmann Basram Faraska scheiterte, während der restlichen Spielzeit nicht mehr zu erholen. Der Neuling baute den Vorsprung weiter aus. Am Ende stand ein 26:30.

Marten Franke ragt aus SG-Team heraus

Die SG HC Bremen/Hastedt, die in dem mit Drittliga-Erfahrung ausgestatteten Marten Franke ihren herausragenden Spieler besaß, erwies sich als cleveres Team. Akacsos stellte die Deckung zwischenzeitlich auf 5:1 um und Kollege Haake meinte nach dem Spiel: „Dadurch hat Bremen das Spiel gewonnen.“ Der Gegner sei „abgezockter“ gewesen.

Zum Auftritt seiner Mannschaft sagte Haake: „Wir waren vorne zu unkonzentriert und haben uns zuwenig ohne Ball bewegt.“ Aus dem Rückraum habe man zu schwach geworfen. „Wir haben“, betonte Haake, „gegen einen guten Gegner gespielt.“ Er warf bereits einen Blick voraus: „Am nächsten Wochenende wird es beim, VfL Fredenbeck II noch ungemütlicher.“ Das nächste Heimspiel bestreitet seine Mannschaft am Samstag, 24. September, 19.15 Uhr, gegen die HSG Barnstorf/Diepholz. Dann soll der Gast nicht wieder „Auswärtssieg! Auswärtssieg!“ skandieren.