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Handball-Oberliga Männer TV Neerstedt verliert bei der SG Achim/Baden

Von Daniel Niebuhr und Lars Pingel | 17.09.2017, 23:34 Uhr

Die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt haben bei der SG Achim/Baden mit 26:30 (14:16) verloren. Dem Team fehlten fünf Spieler.

Der Angriff galt nach den ersten beiden Saisonspielen in der Handball-Oberliga mit seinen gerade einmal 35 Treffern als Schwachstelle des TV Neerstedt. Die hatte er in den Trainingseinheiten vor dem Gastspiel bei der SG Achim/Baden ausgemerzt. Am Samstagabend war es dann die Abwehr, die beim 26:30 (14:16) schwächelte, sodass der TVN (1:5 Punkte) weiter auf den ersten Saisonsieg wartet. Trainer Björn Wolken überraschte das nicht. „Sie hatte in dieser Formation noch nie zusammengespielt“, sagte er. Da Malte Kasper, Andrej Kunz, Marcel und Mirko Reuter (alle privat verhindert) und Philipp Hollmann (verletzt) fehlten, war er zum „Umbauen“ gezwungen.

TVN kassiert fünf Gegentore in Folge

Die Ausfälle wirkten sich im TVN-Angriff nicht so stark aus. Das hing in erster Linie damit zusammen, dass der angeschlagene Rückraumschütze Eike Kolpack erstmals mitwirken konnte. Er warf zehn Tore. In der Rückraummitte leitete Mario Reiser, eigentlich Außen, das Offensivspiel des TVN geschickt und warf sieben Tore. Aus dem rechten Rückraum steuerte Kyan Petersen sechs Treffer bei. „Wir haben im Angriff einen Schritt nach vorne gemacht“, lobte Wolken. Ärgerlich fand er, dass sich sein Team gegen Ende der ersten Halbzeit selbst um den Lohn guter Arbeit brachte und die SG ins Spiel holte. Reiser traf zum 12:9 für den TVN (23.), die folgenden fünf Angriffe endeten nach individuellen Fehlern mit Ballverlusten. Das Team kassierte fünf Gegentreffer, lag auch zur Pause hinten (14:16).

TVN-Abwehr verliert den Halt

Das schien den TVN nicht zu schocken, Reiser verwandelte einen Siebenmeter zum 17:16 (35.). Nach dem 18:18 durch Julian Hoffmann traf Achim/ Baden dreimal (21:18, 45.). Neerstedt steckte zwar nie auf, die neu formierte Defensive war aber nicht stabil genug, um die Partie noch einmal zu drehen. „Mit der Truppe, die wir aufbieten konnten, haben wir eine gute Leistung geboten, ich kann ihr keinen Vorwurf machen“, sagte Wolken: „Nur schade, dass wir uns nicht belohnt haben.“