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Handball-Oberliga Neerstedter Handballer entnerven ihren Trainer

Von Daniel Niebuhr | 06.12.2015, 17:45 Uhr

Oberligist TV Neerstedt verliert nach einem schwachen Auftritt mit 25:31 gegen Cloppenburg. Trainer Jörg Rademacher ärgert sich über die fehlende Bereitschaft.

Es ist beim TV Neerstedt schon fast zum Fluch geworden: Wenn die Oberliga-Handballer mal wieder die Gelegenheit haben, von höheren Tabellengefilden zu träumen, flattern ihnen regelmäßig die Nerven; ein Schauspiel, das sich auch in dieser Saison zu wiederholen scheint. Nach sehr ordentlichen sieben Siegen aus den ersten neun Spielen stolperte die Mannschaft von Jörg Rademacher am Samstag gegen den bis dahin eigentlich eher enttäuschenden TV Cloppenburg; mehr noch als die völlig verdiente 25:31 (13:16)-Niederlage frustrierte den Trainer der schluderige Auftritt seiner Mannschaft. „Wir waren vom Kopf her zu keiner Sekunde bereit für dieses Spiel“, klagte Rademacher. „Wenn man ehrlich ist, hatten wir nie eine echte Chance.“

Eine bemerkenswerte Einschätzung, denn bis Mitte der ersten Hälfte wies zumindest die Anzeigetafel seine Mannschaft eigentlich als die bessere aus. In der 24. Minute führten die Gastgeber mit 11:9, eine Verletzung von Björn Wolken, der den Finger einen Gegenspielers ins Auge bekam, brachte die Neerstedter aber offenbar aus dem Konzept. Mit einer Option im Angriffsspiel weniger gingen viele Bälle verloren, Cloppenburg ging zur Pause mit drei Treffern in Führung. „Wir haben es auch einfach schlecht gespielt“, fand Rademacher.

Irgendwie gelang es Neerstedt aber, noch eine gewisse Zeit lang im Spiel zu blieben. Bis zur 39. Minute und dem 20:22 genauer gesagt, dann traf Cloppenburg dreimal nacheinander und zerstörte alle Hoffnungen auf eine Aufholjagd. „Danach plätscherte es so Richtung Ende“, erzählte Rademacher. „Ein knapperes Ergebnis wäre auch nicht verdient gewesen. Cloppenburg war klar überlegen.“ Erneut rächt sich der schmale Kader der Neerstedter, der alle „ohnehin schon an die Grenzen führt“, wie Rademacher es ausdrückt. „Wir haben jetzt noch zwei Spiele bis Weihnachten, da müssen wir durch.“