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Handball-Oberliga Osterpause kommt der HSG Delmenhorst gelegen

Von Klaus Erdmann | 23.03.2016, 17:44 Uhr

Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst schnaufen über Ostern durch. Spielertrainer Haake bastelt am Kader für die kommende Saison.

Die Frage, ob die Osterpause den Oberliga-Handballern der HSG Delmenhorst gelegen käme, bejaht Andre Haake: „Auf jeden Fall, denn sie dient dazu, mal durchzuschnaufen.“ Der Spielertrainer beschäftigt sich während der freien Tage natürlich trotzdem mit dem Handball im Allgemeinen und der HSG im Besonderen – schließlich steht seine Mannschaft, hinter der 21 von 26 Spielen liegen, vor dem Saisonendspurt.

Durch einen Treffer, den Benjamin Janssens zwei Sekunden vor Schluss erzielte, kam die HSG zuletzt zu einem 30:30 gegen den SVGO Bremen. „Wir hatten 20 Sekunden zuvor eine Auszeit und haben abgesprochen, dass Benny einläuft“, blickt Haake zurück. „Es blieb ihm gar nichts anderes übrig, als dass Tor zu werfen. Er hat es sensationell gemacht.“ (Weiterlesen: Aufholjagd der HSG Delmenhorst wird belohnt) 

Mittwoch Testspiel gegen TS Hoykenkamp

Warum fand der Aufsteiger, der nach 37 Minuten mit 15:22 in Rückstand lag, gegen den Tabellenvorletzten so schwer ins Spiel? Er wisse nicht, sagt Haake, warum es eine Blockade gegeben habe. Die Mannschaft sei in der Abwehr zu passiv gewesen und habe nicht das umgesetzt, was besprochen worden sei. Gleichwohl habe er auch beim Sieben-Tore-Rückstand noch an die Wende geglaubt: „Grambke wurde nervös. Es fehlten die Auswechselmöglichkeiten. Wir konnten hingegen durchwechseln.“ Das Unentschieden sei verdient, denn die HSG habe sich gut herangekämpft.

Nach diesen spiel- und trainingsfreien Tagen erfolgt die Rückkehr in den Handball-Alltag. Dienstag und Donnerstag findet wieder Training statt. Und am Mittwoch, gibt Haake bekannt, bestreite man ein Testspiel gegen Hoykenkamp. Die Turnerschaft belegt in der Landesliga den dritten Platz.

Aktueller Platz Elf würde sichere Rettung bedeuten

Die HSG nimmt in der Oberliga die elfte und viertletzte Position ein. Das nächste Treffen findet am Samstag, 9. April, beim benachbarten TV Neerstedt statt. Es folgen Heimspiele gegen den VfL Edewecht (16. April) und und den TV Cloppenburg (23. April), der einen Platz und einen Punkt vor den Delmenhorstern liegt. Nach dem Auftritt beim punktlosen Schlusslicht SG Neuenhaus/Uelsen bestreitet der Neuling die letzte Begegnung der Saison 2015/16 am 7. Mai in der Halle am Stadion gegen den TV Bissendorf-Holte. „Wir müssen noch zwei Siege einfahren“, lautet Haakes Rechnung. Die HSG (16:26 Punkte) werde nur auf sich schauen und wolle auf jeden Fall auch in der Abschlusstabelle den viertletzten Platz belegen. Diesen hat sie momentan vor Neuenhaus/Uelsen (0:42), SVGO (10:32), TSG Hatten-Sandkrug (12:30) sowie hinter Cloppenburg (17:25), TSV Bremervörde und SG Achim-Baden (jeweils 18:24 Zähler) inne.

Verhandlungen mit Kreisläufern

Bereits vor einigen Tagen hatte Haake darüber informiert, dass alle Spieler ihre Zusage für die Spielzeit 2016/17 gegeben hätten. Wie erklärt er sich diese Tatsache? „Es ist noch Potenzial nach oben und die Spieler verstehen sich alle gut“, lautet die Antwort. „Und auch das Team um das Team passt.“ In Delmenhorst, so Haake, entwickele sich einiges.

Mit Rückraumspieler Torben Kruse, der das Trikot des Ligakonkurrenten TSG Hatten-Sandkrug trägt, steht der erste Neuzugang bereits seit einigen Wochen fest. Die Kreisläufer Meik Schäfer, Marcian Markowski und und Christopher Hartwig stehen demnächst nur noch als Stand-by-Spieler zur Verfügung. Der vierte Kreisläufer, Dominik Ludwig, ist verletzt. Aus diesem Grund besteht auf dieser Position Handlungsbedarf. Die Verantwortlichen waren zuletzt natürlich nicht untätig, geben sich aber noch bedeckt. „Bei einem Kreisläufer sieht es gut aus“, meint Haake. Man wolle aber gerne noch einen zweiten holen. „Ich hoffe,“ sagt der Spielertrainer, „dass wir das in der nächsten Woche eintüten können. Wenn wir beide Kreisläufer bekommen, die ich mir vorstelle, sind wir gut aufgestellt.“