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Handball-Oberliga Ruhe ist oberste Pflicht bei der HSG Delmenhorst

Von Klaus Erdmann und Frederik Böckmann | 02.12.2016, 21:32 Uhr

Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst gastieren beim VfL Edewecht. Der TV Neerstedt erwartet den Tabellennachbarn TSV Bremervörde.

Vor dem Gastspiel beim VfL Edewecht fordert Andre Haake, Spielertrainer des Handball-Oberligisten HSG Delmenhorst, die Rückbesinnung auf Grundtugenden. „Wir müssen uns mit einfachen Spielzügen und einfachen Toren wieder Selbstbewusstsein holen“, unterstreicht er. Am besten schon Samstagabend, wenn das Schlusslicht ab 18 Uhr beim VfL Edewecht antritt.

Erst ab 19.30 Uhr befindet sich der TV Neerstedt, der den TSV Bremervörde empfängt, im Einsatz.

Haake fällt aus

Die Neerstedter brachten den Delmenhorstern vor einer Woche mit dem 24:34 eine bittere Heimniederlage bei. „Das war natürlich eine Klatsche. Aber es hilft nichts, wenn wir jetzt jammern. Es ist wichtig, dass wir Ruhe bewahren“, erklärt Haake. Ruhe, so scheint es, ist momentan oberste Pflicht.

Haake hat sich während des Trainings am Dienstag an der Wade verletzt und steht der HSG als Spieler nicht zur Verfügung. Ferner fehlt Philipp Freese (Fußverletzung). Ansonsten, so Haake („Wir waren bei den beiden Trainingseinheiten fast vollzählig“), seien alle Spieler fit.

Hilft die Außenseiterrolle?

Die Edewechter, die das Treffen mit den Delmenhorstern als „Derby“ bezeichnen, listen im Vorfeld einige Spieler auf, die gegen die HSG fehlen würden. „Erst mal abwarten. Für uns ist der VfL eine Wundertüte“, meint Haake. Er erklärt, dass der Gastgeber kampfstark sei und über viele Abwehrvarianten verfüge.

Seine Mannschaft, so der Spielertrainer, müsse flexibel sein, sei der Außenseiter und könne befreit aufspielen. Es gelte, miteinander zu reden und die Zweikämpfe erfolgreich zu führen. „Wichtig ist, dass die Mannschaft einen Schritt nach vorne macht“, betont Haake.

Neerstedter Deckung vor Stresstest

Die Neerstedter haben diesen Schritt am vergangenen Wochenende geschafft, durch den souveränen Erfolg in Delmenhorst hat sich die Mannschaft von Jörg Rademacher nach dem schwachen Saisonstart ein wenig von den Abstiegsrängen abgesetzt – obwohl nur sieben Feldspieler zur Verfügung standen. „Jetzt können wir die kommenden Aufgaben ein wenig gelassener angehen“, sagt der Trainer.

Ähnliches ist auch den punktgleichen Bremervördern, am Samstagabend nächster Neerstedter Gegner, zuletzt dank eines 38:32 gegen die SG Achim/Baden gelungen – so oft hatte der TSV seit Januar nicht mehr getroffen. Überhaupt ist die Offensive das Prunkstück, besonders dank des bosnischen Routiniers und Ex-Profis Adnan Salkic und des teffsicheren Linksaußen Lars von Kamp. Speziell dieses Duo wird eine Herausforderung für die nicht immer stabile Neerstedter Deckung, die in Delmenhorst zuletzt große Fortschritte nachweisen konnte.