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Handball-Oberliga Stade für Hude/Falkenburg eine Nummer zu groß

Von Richard Schmid | 04.09.2016, 23:06 Uhr

In einem phasenweise hochklassigen Match zum Auftakt der Oberligasaison gab es für die Spielerinnen der HSG Hude/Falkenburg gegen die Handballfrauen des VfL Stade nichts zu holen. Mit 20:27 (9:13) setzte es eine auch in dieser Höhe verdiente Niederlage gegen einen Gegner, der sich als eine Nummer zu groß für das Heimteam erwies.

„Stade war sehr gut auf uns eingestellt. Hinzu kam, dass einige unserer Spielerinnen angeschlagen waren, sodass der Sieg des VfL verdient war“, sagte Dean Schmidt, Trainer der HSG Hude/Falkenburg.

Dabei sah es in den ersten 20 Minuten beileibe nicht nach einem deutlichen Sieg der Gäste aus. Im Gegenteil: Eine überragend haltende Torfrau Katharina Woltjen ließ mit ihren Paraden die gegnerischen Angreiferinnen schier verzweifeln. Selbst scheinbar unhaltbare Bälle aus kurzer Distanz abgegeben, konnte sie entschärfen. Sie wurden so eine sichere Beute. Auch gegen die variable 4-2-Abwehr fanden die Gäste lange Zeit keine Antwort.

Hude/Falkenburg in der Abwehr zunächst stark

Allerdings schlugen die Spielerinnen der HSG Hude/Falkenburg aus diesen starken Abwehrleistungen zu wenig Kapital. Viele Angriffe wurden überhastet abgeschlossen, immer wieder wurde das Anspiel an den Kreis gesucht. Ein Unterfangen, das sich bei der bissigen und aggressiven Abwehr der Staderinnen letztlich als untauglich erwies. „Das war unnötig, denn wir haben es vor dem Spiel und auch in der Halbzeit immer wieder angesprochen, nicht über die Kreisläufer zu spielen“, zeigte sich Schmidt ein wenig über diese Spielvariante seines Teams verärgert.

Und dennoch, nach 20 Minuten führte die HSG nicht unverdient mit 6:4, was die Trainerin des VfL, Trula Diminidis, veranlasste, in einer Auszeit ihr Team neu einzustellen. Und das gelang. Mit zwei schnellen Toren, resultierend aus Ballverlusten, gelang bis zur 22. Minute der Ausgleich. Eine Minute später stand es 6:7 aus Sicht der HSG Hude. Die Führung gaben die Gäste nicht mehr aus der Hand und bauten sie permanent aus. Plötzlich trafen die gefährlichsten Angreiferinnen und auch Woltjen bekam in der Folge kaum noch einen Ball zu halten. Mit einem Vier-Tore-Rückstand (9:13) ging es in die Pause.

Hude/Falkenburg bekommt nach der Pause keine Zugriff mehr

Auch nach der Pause bekam Hude keinen Zugriff mehr auf das Spiel. Sobald es für den VfL etwas eng zu werden drohte – immerhin kämpften sich die Gastgeber, nachdem sie bereits mit sechs Toren zurücklagen, auf 18:20 (50.) heran – zogen die Gäste das Tempo wieder an. Stade stellte vor allem mit schnellen und variantenreichen Angriffen schnell klar, dass an diesem Spieltag für Hude/Falkenberg nichts zu holen ist.

„Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber das war das erste Spiel. Wir haben einfach nur zwei Minuspunkte, es ist noch nichts verloren“, zog Schmidt sein Resümee. Auch Torhüterin Katharina Woltjen sah den Bruch des Spiels nach etwa 20 Minuten: „In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit waren wir vorne zu unkonzentriert, verloren unnötig Bälle und kassierten Tore aus Tempogegenstößen. Gegen so eine Mannschaft wie Stade holst du einen Rückstand von vier oder fünf Toren nicht mehr auf.“