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Handball-Oberliga TV Neerstedt: Die Pipeline für nächstes Jahr ist gelegt

Von Frederik Böckmann | 26.02.2016, 21:58 Uhr

In der Oberliga-Tabelle stehen sie als Sechster jenseits von Gut und Böse, im Hintergrund haben die Handballer des TV Neerstedt derweil ihre Personalplanungen schon ein großes Stück vorangetrieben: Vor dem Auswärtsspiel am Samstag (18 Uhr) beim TSV Bremervörde erklärt TVN-Trainer Jörg Rademacher: „Wir haben unsere Pipeline für das nächste schon Jahr gelegt.“

Namen bestätigen oder kommentieren wollte der Neerstedter Coach zwar noch nicht. Er sagt aber: „Der Kader ist im Prinzip fix.“ Die neuen Spieler müssten mit ihren aktuellen Vereinen nur noch letzte Angelegenheiten klären.

Von seiner Philosophie will Rademacher auch 2016/2017 nicht abweichen: „Ich will junge Spieler nach vorne bringen.“ Akteure vom TVN-Konzept zu überzeugen, sei indes nicht schwer gewesen. Neerstedt habe sich schließlich in den vergangenen Jahren „ja keinen schlechten Namen erarbeitet“, sagt Rademacher und betont: „Aber nicht alle Spieler, die zu uns wollen, passen auch unbedingt zum TV Neerstedt.“

Tim Schulenberg wird „Stand-by“-Spieler

Zum Oberliga-Kader wird auch im kommenden Jahr Tim Schulenberg gehören, erklärt Rademacher. Aufgrund dessen neuer Trainer-Tätigkeit bei der A-Jugend der SG Bremen/Hastedt und seinem Engagement als Auswahltrainer werde der Regisseur eine Art „Stand-by-Spieler“. Sorgen bereitet Rademacher diese Personalie allerdings nicht. „Das ist ja kein neues Modell. Tim hat uns auch in dieser Saison schon einige Spiele gefehlt.“ (Weiterlesen: Tim Schulenberg wird Trainer bei der SG Bremen/Hastedt)

Zum Spiel beim TSV Bremervörde gehört Schulenberg dem TVN-Kader wieder an. „Damit sind wir wieder etwas breiter aufgestellt“, atmet Rademacher auf. Fehlen werden ihm wegen ihren Knieverletzungen weiterhin Torwart Christoph Kuper und Kreisläufer Malte Kasper. Der TVN-Coach hofft zumindest bei Kuper, dass der Keeper bald wieder zur Verfügung steht.

Rademacher warnt vor der Achse Salkic/Hölling

In Bremervörde erwartet Rademacher ein „ganz, ganz enges Spiel. Wir sind sicherlich nicht der Favorit.“ Zum einen sei der TSV sehr heimstark, zum anderen gelte es, deren routinierte Achse um Spielmacher Adnan Salkic und Kreisläufer Markus Hölling auszuschalten. „Das wird der Schlüssel zum Erfolg“, glaubt Rademacher und hat dabei den Hinspiel-Sieg (35:30 für Neerstedt) in Erinnerung, den der TVN erst dann eintütete, als bei Bremervörde die Kräfte schwanden und Salkic/Hölling weniger Akzente setzten konnten.