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Handball-Oberliga TV Neerstedt empfängt HSG Barnstorf/Diepholz

Von Lars Pingel | 12.11.2015, 21:15 Uhr

Die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt empfangen an diesem Freitag den Tabellendritten in ihrer Halle. Die Partie gegen die HSG Barnstorf/Diepholz wird um 20.30 Uhr angepfiffen.

Nein, ein ganz normales Spiel ist es für Dag Rieken nicht. „Das ist schon etwas Besonderes“, sagt der Trainer der Oberliga-Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz über die Partie beim TV Neerstedt, die an diesem Freitag um 20.30 Uhr in der Halle Am Sportplatz angepfiffen wird. Sechseinhalb Jahre lang war der 46-Jährige für das Team der Neerstedter zuständig. „In dieser Halle, der Gast zu sein, wird ein ungewohntes Gefühl.“

HSG-Trainer Rieken fordert Steigerung in der Offensive

Seit Saisonbeginn betreut Rieken die HSG, die keinen Hehl daraus macht, dass sie 2016/2017 lieber als Drittligist antreten würde. Am vergangenen Freitag gab das Team um Rechtsaußen Bastian Carsten-Frerichs, der ebenfalls vom TVN zur HSG gewechselt war, im Spitzenspiel gegen die zweitplatzierte HSG Schwanewede/Neuenkirchen (21:21) den ersten Punkt ab. Gleiches oder gar Schlimmeres möchte Rieken an seiner alten Wirkungsstätte nicht erleben. Daher müsse sich sein Team vor allem in der Offensive steigern.

Lob für TVN-Trainer Jörg Rademacher

Außer mit einem ungewohnten Gefühl wird Rieken die TVN-Halle mit Respekt vor der Neerstedter Mannschaft betreten. „Sie spielt, wenn man von den letzten 20 Minuten des Derbys bei der TSG Hatten-Sandkrug absieht, bisher eine sehr gute Saison“, lobt der HSG-Trainer seinen Nachfolger. „Das spricht dafür, dass Jörg Rademacher dort sehr gute Arbeit macht.“ Er und seine Mannschaft seien sich „der Schwere der Aufgabe“, die sie in Neerstedt erwartet, absolut bewusst, sagt Rieken.

Das 30:33 vom zurückliegenden Samstag war beim TVN zu Beginn der Trainingswoche natürlich ein Thema. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass es nicht schlimm ist, wenn sie ein Spiel verliert“, berichtet Rademacher. Die Art und Weise, wie die Niederlage in Sandkrug zustande gekommen war, sei aber inakzeptabel. „Das war eine, die wir uns selber zuschreiben müssen, weil wir den Gegner wieder stark gemacht haben.“ Nach 33 Minuten hatte der TVN mit 20:14 vorn gelegen. „Wahrscheinlich haben wir das Spiel zu früh abgehakt“, überlegt der Neersteder Trainer und richtet den Blick dann langsam nach vorn. „Vielleicht gehört die Partie zu den Lernprozessen, die die Mannschaft noch durchmachen muss“, sagt er – und hofft, dass Erkenntnisse bereits am Freitag sichtbar werden.

TVN sieht sich als klaren Außenseiter

Die Rollenverteilung sei allerdings ganz eindeutig, findet Rademacher. „Von uns kann keiner etwas erwarten. Der Barnstorfer Kader ist viel breiter aufgestellt, die Mannschaft will aufsteigen“, erklärt er. „Wir haben nicht die spielerischen Mittel, um die HSG in Schwierigkeiten zu bringen. Was wir aber können, ist, mit Teamgeist, guter Einstellung, Kampf- und Laufbereitschaft in die Partie zu gehen. Und das verlange ich auch von der Mannschaft.“ Dann sei es möglich, auch einen Aufstiegsanwärter vom Kaliber der HSG Barnstorf/Diepholz lange zu ärgern.

Der TVN muss in dieser und der nächsten Partie am Samstag, 21. November, bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen auf seinen Linksaußen Thomas Schützmann verzichten. Er wurde für zwei Spiele gesperrt, nachdem er in Sandkrug die Rote Karte gesehen hatte.