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Handball-Oberliga TV Neerstedt verliert gegen den VfL Edewecht

Von Lars Pingel | 05.10.2015, 00:37 Uhr

Die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt haben ihre erste Saisonniederlage kassiert: Sie verloren in eigener Halle gegen den VfL Edewecht mit 30:35 (16:16).

Jörg Rademacher redete nicht drumherum. Die Niederlage seiner Mannschaft sei „total verdient“ gewesen, sagte der Trainer der Oberliga-Handballer des TV Neerstedt nach dem Heimspiel gegen den VfL Edewecht. Das 30:35 (16:16) erklärte er mit einem Lob für den Gast, dem er eine „super Leistung“ bescheinigte, und den Personalsorgen in seinem Team: „Edewecht hatte nach der Pause mehr zuzulegen und mehr Wechselmöglichkeiten.“

Benjamin Batsberg führt VfL zum Sieg

Dem TVN, in dessen Kader nur zehn Feldspieler stehen, fehlte der verletzte Matthias Hüsener; Tim Schulenberg, Ole Goyert und Thomas Schützmann waren grippegeschwächt. Daher hatte Rademacher keine Gelegenheit, den überragenden Rückraumspielern Eike Kolpack (links) und Björn Wolken (rechts) auch nur eine kurze Erholungspause zu gönnen. Die beiden zehnfachen Torschützen mussten in Abwehr und Angriff „durchackern“. Das machte sich in der Schlussphase des temporeichen, umkämpften und auf gutem Niveau stehenden Spiels dann doch ein wenig bemerkbar. Der VfL, der auf drei verletzte zweit- und drittligaerfahrene Akteure verzichten musste, bot trotzdem elf Feldspieler auf – und wechselte den, der die Entscheidung maßgeblich herbeiführte, sogar erst nach der Pause ein. Benjamin Batsberg, der vom dänischen Zweitligisten Hjallerup IF nach Edewecht gekommen war, führte das VfL-Team bei seinem Debüt im linken Rückraum mit acht Treffern und einigen schönen Anspielen auf den starken Kreisläufer Kai Schildknecht (5), der zudem als Organisator der Abwehr überzeugte, zum ersten Saisonsieg.

TVN steckt nie auf

Der TVN fand vor 180 Zuschauern nach der Pause (16:16) vor allem im Angriff nicht wieder richtig in Tritt. Die erfolglosen Versuche wurden bestraft, er geriet mit 19:23 (40. Minute) in Rückstand. Der TVN steckte zwar nicht auf, kam aber nie näher als bis auf zwei Tore heran. Das lag auch daran, dass VfL-Torwart Finn Luca Schwagereit im Vergleich mit seinen TVN-Konkurrenten besser abschnitt. „Für uns bricht die Welt nicht zusammen“, sagte Rademacher. „Wir müssen die Spieler jetzt wieder aufbauen, sie haben super gekämpft.“