Ein Angebot der NOZ

Handball-Oberliga TV Neerstedt zeigt den „unbedingten Siegeswillen“

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 28.01.2018, 15:05 Uhr

Der TV Neerstedt hat in der Handball-Oberliga etwas überraschend die HSG Barnstorf/Diepholz geschlagen – und zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren.

Björn Wolken hatte schon vor der Begegnung ein spezielles und sehr gutes Gefühl. „Ich bin in die Halle gekommen, habe meine Spieler gesehen und gespürt: Heute geht richtig was.“ Am Samstagabend um kurz nach 21.30 Uhr hatte sich diese spezielle Vorahnung des Trainers des TV Neerstedt bestätigt. Mit einem etwas überraschenden 29:26 (15:12) über den Tabellenzweiten HSG Barnstorf/Diepholz landete der TVN im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga einen wichtigen Sieg.

Wolken attestierte seiner Mannschaft eine „bärenstarke Leistung“ und jubelte: „Es lief perfekt.“ Ausschlaggebend für den Erfolg im ewig jungen Derby über den Dauerrivalen sei der „unbedingte Siegeswillen“ gewesen. „Meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie nicht irgendwer ist, sondern dass es vor allem zu Hause richtig schwer ist, uns zu schlagen.“

TV Neerstedt zieht sich selbst aus kleinem Tief

Wolken ordnete den Sieg seiner Mannschaft als „verdient“ ein. Über weite Strecken der Partie war der Turnverein die bessere Mannschaft. Neerstedt zog nach einem 6:6 (11.) auf 14:10 (26.) davon und führte zur Pause mit 15:12 (30.). Mitte der zweiten Halbzeit leistete sich der TVN dann eine Schwächephase. Barnstorf/Diepholz kam in Durchgang zwei besser in die Partie, glich erst zum 16:16 aus (37.) und führte dann erstmals beim 19:18 (40.) und später auch mit 23:21 (47.). Doch wie sich seine Mannschaft aus diesem kleinen Tief zog und darauf mit vier Toren in Folge zum 25:23 (51.) konterte, machte TVN-Coach Wolken „richtig stolz“.

Der Neerstedter Sieg basierte am Ende auf vielen Faktoren. Torwart Hendrik Legler machte ein überragendes Spiel, dazu verteidigte die 6:0-Deckung sehr aggressiv. Damit hätte Barnstorf/Diepholz „wohl nicht gerechnet“, meinte Wolken.

Und in der Offensive setzten drei Akteure die Akzente. Shooter Eike Kolpack übernahm in der schwierigen Phase Verantwortung, traf sechs Mal und leistete sich keinen Fehlwurf. Ebenfalls sechs Treffer markierte der im Eins gegen Eins starke Marcel Kasper, der zudem viele Strafwürfe herausholte. Vom Siebenmeterpunkt zeigte dann Mario Reiser keine Nerven. Er verwandelte alle acht Strafwürfe. „Das muss man erst einmal schaffen. Das hat uns natürlich im Spiel auch Sicherheit gegeben“, kommentierte Wolken.