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Handball-Oberligist gewinnt 33:20 HSG Hude/Falkenburg besiegt ATSV Habenhausen

Von Lars Pingel | 26.04.2015, 21:06 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg steuern weiter in Richtung Meisterschaft. Am Sonntag gewannen sie ihr Heimspiel gegen den Tabellendritten ATSV Habenhausen mit 33:20 (16:9).

Thorsten Stürenburg war zufrieden. „Wir haben den Tabellendritten mit 33:20 besiegt. Das ist doch etwas“, sagte der Trainer der Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg am späten Sonntagnachmittag. Mit dem Erfolg über den ATSV Habenhausen, den in der Halle am Huder Bach etwa 100 Zuschauer beklatschten, verteidigte sein Team den Spitzenplatz. 45:3 Punkte hat es auf dem Konto. Verfolger VfL Stade, der beim TV Oyten II mit 31:24 gewann, weist 43:5 Zähler auf. Da die Tordifferenz der HSG um 53 Treffer besser ist, könnte sie dieses Fernduell am 9. Mai mit einem Erfolg im vorletzten Saisonspiel bei Werder Bremen II wohl schon für sich entscheiden. Stürenburg blieb vorsichtig, er will auf Nummer sicher gehen: „Vier Punkte noch.“

HSG-Erfolg nie in Gefahr

Die Bremerinnen, die mit einer Serie von neun Spielen ohne Niederlage (17:1 Punkte) im Rücken nach Hude gekommen waren, leisteten der HSG zwar kräftig Widerstand, brachten sie aber nie in Gefahr. „Es war schon zu sehen, warum sie so weit oben stehen“, lobte Stürenburg den Auftritt des ATSV, für den die starke Kreisläuferin Alisa Lang acht Tore erzielte. Einen Spaziergang hatte der HSG-Trainer allerdings auch nicht erwartet: „Man muss sich das Alles immer wieder erarbeiten.“

ATSV-Trainerin Corinna Wannmacher hatte ihrem Team eine 6:0-Abwehr verordnet, aus dessen Mittelblock die HSG-Halbrechte Mareike Zetzmann immer wieder offensiv angegriffen wurde. Da die Bremerinnen zudem sehr engagiert zu Werke gingen, fand die HSG-Offensive schwer in Tritt. Trotzdem war es Zetzmann, die Hude/Falkenburg zum 7:4 führte. Vier knallharte Würfe aus dem Rückraum und ein verwandelter Siebenmeter brachten ihr in den ersten zehn Minuten fünf ihrer schließlich acht Treffer ein.

Starke Abwehrleistung

In Meisterform präsentierte sich gestern aber vor allem die HSG-Abwehr. In der 6:0-Aufstellung und, für eine kurze Phase nach der Pause, der 3:2:1-Variante verdarb sie den Bremerinnen oft den Spaß am Ballbesitz. Die in der Defensive erzielten Ballgewinne kaschierten kleinere Schwächephasen im Angriff. „Die Partie hatte nicht immer das Niveau Erster gegen Dritter, phasenweise aber schon“, fand Stürenburg und schob nach: „Wir wollen aber nicht meckern.“

Lob vom Trainer

Kurz vor der Pause setzte sich die HSG weiter ab (16:9). Zu Beginn der zweiten Halbzeit stockte das Angriffsspiel noch einmal für fünf Minuten und elf Sekunden. Zwei tragende Kräfte der HSG brachten deren Motor dann auf volle Touren: Saskia Petersen (7/3 Tore) und Janna Müller (8). Sie trafen zum 17:11 und zum 18:11. Wenig später, nach dem 21:11 durch Nadja Albes (40. Minute), war schon alles klar. Die HSG-Spielerinnen blieben gegen ein nie aufsteckendes Gästeteam trotzdem konzentriert und fingen sich noch ein Lob ihres Trainers ein: „Sie haben das super zu Ende gespielt.“