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Handball-Pokal in Bookholzberg HSG Hude/Falkenburg locker eine Runde weiter

Von Frederik Böckmann und Heinz Quahs | 16.10.2016, 22:30 Uhr

Sie probierten viel aus, sie wechselten ihre Formationen und zeigten gute Spielzüge: Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben mit zwei Siegen gegen VfL Oldenburg IV (28:18) und den Liga-Konkurrenten Elsflether TB (38:21) das Final-Four-Turnier bei der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg gewonnen und ihrem Trainer Dean Schmidt ein paar neue Erkenntnisse gebracht.

„Es war gut, dass wir nach der langen Pause wieder in den Pflichtspielmodus gekommen sind“, sagte Schmidt. Er gönnte besonders Kerstin Janßen, Ashley Butler und Jennifer Frank viele Minuten. Vor allem Janßen hinterließ im Rückaum einen sehr guten Eindruck. Dass die drei Neuzugänge lange spielten war zum einen gewollt, ergab sich auf der anderen Seite aber auch dadurch, dass mit Svenja Stapoisky (drei Wochen Pause) und Jessica Galle (vier bis sechs Wochen Pause) zwei wichtige Stammkräfte in der nächsten Zeit verletzt ausfallen.

Gegen Oldenburg führte die HSG schon mit 27:12, wurde dann in der Schlussphase etwas nachlässig. Besser lief es für Hude/Falkenburg gegen Elsfleth, als das Schmidt-Team über einfache Ballgewinnen viele Tore warf.

Für Dean Schmidt ist der Pokalwettbewerb grundsätzlich „schon reizvoll. Der macht Spaß.“ Auch seine Spielerinnen, von denen viele 2015 den Cup gewannen, seinen sehr motiviert gewesen. „Sie schwärmen noch immer von ihrem Pokalsieg.“ Schade findet es der HSG-Coach derweil, wenn Mannschaften nur mit einer Rumpftruppe auflaufen. Vom geringen Zuschauerinteresse – in Bookholzberg waren nur rund 60 Fans – ganz zu schweigen. Und noch eine Sache findet Schmidt ausbaufähig: die Terminierung. „Dadurch sind zusätzliche Wochenenden geblockt, an denen man auch Nachholspiele austragen könnte.“

Grüppenbühren/Bookholzberg verlor derweil sein erstes Spiel gegen Oberligist Elsfleth erwartungsgemäß mit 23:29. Der Landesligist zeigte trotz des Fehlens einiger Leistungsträgerinnen und vieler Ballverluste eine gute Leistung. „Wir kassieren noch zu viele einfache Gegentore. Aber phasenweise haben die Mädels im Spielaufbau sehr gut kombiniert und mit der Hereinnahme von Frauke Hische auf der Mittelposition auch eine gute Linie gefunden“, bilanzierte HSG-Trainer Harald Logemann.