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Handball-Saisonvorschau HSG Grüppenbühren/Bookholzberg will die Gegner überraschen

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 31.08.2017, 11:00 Uhr

Handball-Verbandsligist HSG Grüppenbühren/Bookholzberg ist nach der Vorbereitung schwer einzuschätzen – und will als Aufsteiger davon profitieren.

Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg ist am vergangenen Wochenende aus dem Handball-Verbandspokal ausgeschieden, was nun allerdings keine Schande monumentalen Ausmaßes ist. Die Gegner beim Turnier in Barnstorf waren ziemlich namhaft – und letztlich erreichte ja auch nur die Hälfte der Nordsee-Verbandsligisten die zweite Runde des wenig geschätzten Mammut-Wettbewerbs.

„Hinrunde wird wichtig“

Wie gefühlt alle Mannschaften niedersachsenweit klagte auch die HSG über Personalnot, die so weit ging, dass selbst Trainer Andreas Müller fehlte. Co-Trainer Werner Dörgeloh war vor allem froh, „dass wir verletzungsfrei aus dem Turnier gekommen sind“. Die Erkenntnisse waren überschaubar, was es nicht erleichtert, sich über Grüppenbührens Chancen in der Verbandsliga ein fundiertes Urteil zu bilden. „Die Saison wird schwer“, sagt Dörgeloh; wie schwer vermag aber kaum jemand zu sagen, was auch mit den Gegnern zusammenhängt. Nur acht der 14 Teams spielten schon in der Vorsaison in der Verbandsliga, Grüppenbühren ist einer von drei Aufsteigern, die sich erst einmal orientieren müssen. Müller sieht darin aber auch einen Vorteil. „Die Gegner kennen unser Team noch nicht, da können wir vielleicht für Überraschungen sorgen“, hofft er: „Die Hinrunde wird sehr wichtig für uns.“

Routiniers mit viel Verantwortung

Die Stärke der HSG ist ihre Geschlossenheit. Keeper Fabian Ludwig wechselt in die Reserve und tauscht den Platz mit Niko Mönnich, der in der Verbandsliga angreifen will und in 19 Spielen für die Reserve zuletzt 61 Tore warf. „Wir haben wenig Fluktuation im Kader und sind stolz darauf“, sagt auch der Vereinsvorsitzende Holger Jüchter. „Die Mannschaft funktioniert, alle spielen gut mit“, findet Müller. Einen Großteil der Last tragen aber nach wie vor die Veteranen im Team. Mit Dörgeloh, Stefan Buß und Marcel Behrens sind drei der besten vier Torschützen der Vorsaison inzwischen über 35. Es wird interessant zu sehen, wie sie mit den Talenten aus der A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft harmonieren, die regelmäßig zu Einsätzen bei den Männern kommen werden. „Die Jungs sollen hin und wieder reinschnuppern“, sagt Müller.