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Handball-Saisonvorschau TS Hoykenkamp sieht sich gerüstet für die Verbandsliga

Von Heinz Quahs und Daniel Niebuhr | 01.09.2017, 11:00 Uhr

Verbandsliga-Aufsteiger TS Hoykenkamp sieht sich trotz namhafter Abgänge bereit für den Abstiegskampf. Mit Nico Skormachowitsch hat der Leitwolf aufgehört.

Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass sich Nico Skormachowitsch in der am Wochenende beginnenden Handball-Saison gelegentlich in der Halle Heide blicken lässt, sein sportliches Wohnzimmer vergisst man ja nicht so einfach. Der kantige Rückraumschütze hat die TS Hoykenkamp in den vergangen 20 Jahren geprägt wie kaum ein anderer, mit 41 Jahren hat er im Sommer Schluss gemacht, auch wenn Abteilungsleiter Hans-Georg Ahrens jüngst verkündete: „Man soll ja nie nie sagen.“

Verletzter Schwarting ist zurück

Erst einmal müssen die Hoykenkamper aber ohne ihren Leitwolf auskommen, nicht nur deshalb wird es eine spannende Saison für die Turnerschaft. Nach den überstandenen Aufstiegsspielen und dem Sprung in die Verbandsliga hat der neue Trainer Adrian Hoppe seine Mannschaft für den Abstiegskampf gerüstet – mit bis zu vier Einheiten in der Woche. „Die Jungs sind jetzt bereit, auch wenn nicht alles rund lief“, sagt Ahrens.

Damit meint er unter anderem die Verletzung von Hergen Schwarting beim Toyota-Engelbart-Cup in Delmenhorst, der Rückraumspieler ist inzwischen aber wieder da. Tim Streckhardt wird dagegen wegen seiner Achillessehnenverletzung noch bis Weihnachten fehlen. Beim Aus im Verbandspokal spielte zuletzt auch nur eine Rumpftruppe, um die Verletztenliste nicht zu verlängern. „Wir haben einige Spieler geschont“, bekannte Ahrens. Immerhin sammelten die Hoffnungsträger Daniel Hemmelskamp und Nico Flehmer ebenso wichtige Wettkampfpraxis wie Neuzugang Colin Hörner. Und der inzwischen 45-jährige Torwart-Routinier Gregor Kleefeldt wies einmal mehr seine Klasse nach.

Schwerer Auftakt in Oldenburg

Auf ihn und seinen Kollegen Jan-Luca Linde wird es in der kommenden Saison verstärkt ankommen, die Abwehr war in der vergangenen Spielzeit schon ein Hoykenkamper Problem. Der Angriff um Landesliga-Torschützenkönig Sebastian Rabe lieferte zwar mehr als 30 Tore pro Spiel, wird durch den Verlust von Skormachowitsch und den Abgang von Kyan Petersen aber geschwächt. Dennoch ist die Zuversicht groß – und das Vertrauen in Trainer Hoppe. „Er macht einen guten Job, die Mannschaft hat ihn toll aufgenommen“, sagt Ahrens, der glaubt, „dass wir mit vielen Mannschaften auf Augenhöhe sein werden. Der Klassenerhalt ist unser erstes Ziel, aber das wird vielen so gehen.“

Ein großer Teil der Hoykenkamper Ligarivalen hat allerdings namhaft aufgerüstet. Wie die meisten Fachleute sieht auch Ahrens den Nachbarn HSG Delmenhorst um den zweitligaerfahrenen Tim Coors als Titelfavoriten, der Verbandsliga-Spielplan hat Hoykenkamp gleich im Auftaktspiel einen Gegner ähnlichen Kalibers beschert. Am Samstagabend läuft Hoppe mit seinem Team beim ambitionierten TvdH Oldenburg auf, der sich mit dem litauischen Ex-Nationalspieler Andrius Gervé am Kreis verstärkt hat.