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Handball-Testspiel am 25. Juli HSG Delmenhorst trifft auf TSV Hannover-Burgdorf

Von Lars Pingel | 19.06.2015, 22:01 Uhr

Die Handballer der HSG Delmenhorst, Aufsteiger in die Oberliga, freuen sich auf ein attraktives Testspiel. Am Samstag, 25. Juli, empfangen sie den Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf. Die Partie wird um 16 Uhr angepfiffen. Zuvor tritt das Frauenteam der HSG gegen den Zweitliga-Neuling Werder Bremen an.

Wenn es Maurice Dräger und Andre Haake gelingt, ihre gute Laune, die sie am Freitagnachmittag versprühten, am Samstag, 25. Juli, mit aufs Feld der Stadionhalle in Delmenhorst zu bringen und in Spielfreude umzusetzen, werden bis zu 600 Handball-Fans viel Spaß haben. „Eher nicht“, sagte Dräger, 21-jähriger Rückraumspieler des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf, grinsend auf die Frage, ob er im Testspiel bei der HSG Delmenhorst mit Schwierigkeiten rechne. Haake, Spielertrainer des Oberliga-Aufsteigers, konterte. „Wir spielen auf Sieg“, sagte er, um dann doch zuzugeben, dass die Gastgeber ihre Ziele etwas niedriger setzen. „Wir wollen die Zuschauer begeistern und möglichst unter 50 Gegentoren bleiben.“ Um 16 Uhr wird der Vergleich angepfiffen.

Frauenspiel beginnt um 13.30 Uhr

Stefan Neitzel, Trainer der Landesliga-Handballerinnen der HSG, versprach derweil, dass es sich lohnt, am 25. Juli deutlich eher an die Düsternortstraße zu kommen. Sein Team trifft dort bereits ab 13.30 Uhr auf den Zweitliga-Neuling Werder Bremen, der in Torhüterin Alexandra Meyer und Alina Otto zwei ehemalige HSG-Spielerinnen mitbringt, die in der vergangenen Saison noch für den Bundesligisten VfL Oldenburg aufliefen.

Drei Vorverkaufsstellen

Der Vorverkauf der Eintrittskarten hat bereits begonnen, berichtete der HSG-Vorsitzende Jürgen Janßen am Freitag in den Räumen der Firma „Fenster&TürenWelt“ in Stuhr, die einer der Sponsoren des Testspiels ist und zudem die HSG fördert. Die Eintrittskarten kosten zehn Euro pro Person, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre zahlen sechs Euro. Tickets können bei den Firmen „Intersport Sporthof“ (Lange Straße), den Stadtwerken Delmenhorst (Fischstraße) und „Fenster&Türen Welt“ (Im Meer, Stuhr) gekauft werden.

„Handball ist eine tolle Sportart. Sie erntet nicht das, was ihr eigentlich gerecht wird“, sagte Fenster&Türen-Welt-Geschäftsführer Jens Schriefer. „Das sollte sich ändern. Die HSG arbeitet daran“, erklärte er das Engagement der Firma, die auch zu den Partnern der Männer-Nationalmannschaft gehört.

Bundesligist „mit lokalem Bezug“

„Die Zusammenarbeit mit dem TSV hat sehr gut geklappt“, erzählte Haake, der mit Janßen und Neitzel zum Organisationsteam der Veranstaltung gehört. Er freute sich, dass ein Erstligist nach Delmenhorst kommt, der „einen lokalen Bezug“ hat. Das liegt an Maurice Dräger und seinem Zwillingsbruder Yannick. Sie kamen über den Harpstedter TB, den TV Neerstedt und den HC Bremen zum TSV, mit dem sie die Saison 2014/2015 auf Rang 13 beendeten. Yannick Dräger hat sich in dieser mit 20 Erstliga-Einsätzen fast im Erstliga-Kader etabliert, Maurice Dräger kam zu einigen Kurzeinsätzen. Beide gehören auch zum Drittliga-Team des Klubs.

„Ich spiele in Delmenhorst mit“, sagte Maurice Dräger. Ob das auch für seinen Bruder gilt, wusste er nicht. Denn: Der habe die Chance, mit der Junioren-Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft in Brasilien (19. Juli bis 2. August) teilzunehmen, erzählte Maurice Dräger.

Saisonvorbereitung beginnt

Am Montag beginnt Maurice Dräger mit dem TSV II die Vorbereitung auf die Spielzeit 2015/16. Am 1. Juli bittet der neue TSV-Trainer Jens Bürkle (zuvor Wölfe Rimpar) dann den Bundesliga-Kader um die Nationalspieler Martin Ziemer und Sven-Sören Christophersen zum ersten Training. „Es wäre schön, wenn ich in der kommenden Saison dort regelmäßig dabei wäre“, sagte Maurice Dräger.

Haake konzentriert sich auf seine Traineraufgabe

Der 21-Jährige freut sich auf die Partie in Delmenhorst. Er trifft auf gute Bekannte wie Frederic Oetken und Marcian Markowski, mit denen er in diesem Sommer regelmäßig Beachhhandball spielt, oder eben Andre Haake. Der war in der C-Jugend in Neerstedt Trainer des Halblinken. Haake startet mit seinem jetzigen Team ebenfalls am Montag in die Vorbereitung. Er werde sich später fast ausschließlich auf seinen Trainerjob konzentrieren, sagte er. Co-Trainer Werner Rohlfs hat sich aus privaten Gründen verabschiedet. Nach langen Überlegungen habe er sich entschlossen, keinen Nachfolger zu suchen, sondern sich zum „Stand-by-Spieler für den äußersten Notfall“ zu machen, erklärte Haake. „Wir haben mit unseren Zugängen einen Kader, der stark genug ist, um in der Oberliga zu bestehen.“

Testspiel mit Aufstiegsmannschaft

Mindestens bis zum 25. Juli wird Haake aber doch die eine oder andere Übungen mitmachen, da die HSG die Partie mit ihrer „Aufstiegsmannschaft“ bestreitet. Und in dieser möchte Haake seinen Ex-Schützling dann schon ein wenig ärgern.