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Handball-Verbandsliga Andre Haake wechselt zur TSG Hatten-Sandkrug

Von Frederik Böckmann | 26.01.2018, 17:21 Uhr

Handballer Andre Haake wechselt zur kommenden Saison von der HSG Delmenhorst zur TSG Hatten-Sandkrug.

Der Abschied von Andre Haake von der HSG Delmenhorst wurde in der Handball-Szene mit etwas Verwunderung aufgenommen, doch die Dienste des 32-Jährigen sind in der Region offenbar weiterhin stark gefragt: Denn Haake kehrt zur kommenden Spielzeit zur TSG Hatten-Sandkrug als Spieler zurück und übernimmt zudem dann zusammen mit Boris Bruns als Trainer die zweite Mannschaft von Grzegorz Goscinski, der Frauentrainer beim BV Garrel wird.

Der Spielmacher hatte laut eigener Aussage „mehrere Angebote“ vorliegen, entschied sich dann aber für die TSG. „Das Gesamtpaket passt einfach.“ Sportlich, menschlich und auch zeitlich. „Ich bin in 25 Minuten mit dem Auto da“, sagt der Familienvater, der in Hatten-Sandkrug auf mehrere ehemalige Weggefährten trifft.

Andre Haake spielt seit 2010 für die HSG Delmenhorst

Haake spielte unter anderem mit TSG-I-Trainer Hauke Rickels noch selbst zusammen. In Hatten-Sandkrug lernte Haake ab der D-Jugend das Handball-Abc und lief sogar in der damals drittklassigen Regionalliga auf. Nach einem Zwischenstopp beim TV Neerstedt kehrte Haake damals als Spieler zur TSG zurück.

Haake verschlug es dann im Sommer 2010 vom damaligen Oberliga-Meister TSG Hatten-Sandkrug als spielender Co-Trainer an die Delme. Im Januar 2011 wurde er als Nachfolger von Gunnar Schäfer Spielertrainer des Landesligisten und führte die Mannschaft später in Zusammenarbeit mit Stefan Neitzel in die Verbandsliga.

„Riesengroße“ Enttäuschung über das Aus bei der HSG Delmenhorst

Gemeinsam mit Werner Rohlfs, der im Sommer 2014 zur HSG kam, gelang 2015 der Aufstieg in die Oberliga. Im November 2016 hatte Haake dann angekündigt, am Ende der Spielzeit 2016/17, die mit dem Abstieg in die Verbandsliga endete, das Traineramt abzugeben. Auch Rohlfs trat zurück. Haake blieb aber Spieler des Teams unter Neu-Coach Jörg Rademacher, der den Kontakt zum Ex-Profi hergestellt hatte.

Die Enttäuschung, bei der HSG aber der nächsten Saison nicht mehr spielen zu dürfen, sei „riesengroß“ gewesen, räumte Haake ein. Er hätte dort als Spielertrainer die zweite Mannschaft übernehmen dürfen, lehnte dieses Angebot aber ab. Haake möchte „schon noch ein, zwei Jahre mindestens Verbandsliga“ spielen. Und: „Ich merke in dieser Saison, wie es mir mal ganz gut tut, nur Spieler zu sein.“