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Handball-Verbandsliga Derby-Debakel für HSG Grüppenbühren/Bookholzberg

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 26.11.2017, 20:31 Uhr

Die Verbandsliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg gehen bei einer hart agierenden TSG Hatten-Sandkrug mit 16:33 unter – und erzielen in der ersten Hälfte nur drei Tore.

Es gab etliche Dinge, über die sich Andreas Müller am Samstagabend hätte aufregen können, der Trainer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg verlegte sich aber hauptsächlich auf das Sportliche. Nach dem 16:33 (3:18)-Debakel beim Landkreisrivalen TSG Hatten-Sandkrug in der Handball-Verbandsliga fluchte Müller darüber, „dass meine Vorgaben in keinster Weise umgesetzt wurden“. Über das Spiel seines Teams, das weiterhin Elfter und damit abstiegsbedroht ist, wolle er lieber den Mantel des Schweigens legen. Nicht allerdings über die Härte der Partie und die Schiedsrichter: „Die Anfangsphase hatte mit Handball wenig zu tun. Ich hätte mit gewünscht, dass die Unparteiischen gegen die teilweise brutalen Abwehraktionen des Gegners konsequenter durchgegriffen hätten.“

Hattens Boris Bruns mit Tätlichkeit

Müllers Ärger war nicht ganz unberechtigt. Seine Mannschaft zeigte zwar einen ganz schwachen Auftritt, Hatten agierte aber teilweise trotz großer Überlegenheit überhart. Negativer Höhepunkt war eine Rote Karte mit Bericht gegen Boris Bruns, der nach einem Foul erst eine Zeitstrafe bekam und im Vorbeigehen dann noch den am Boden liegenden Gegenspieler trat. „Das war ärgerlich, mehr will ich dazu nicht sagen“, erklärte Hattens Trainer Hauke Rickels.

Die Härte war völlig unverständlich, denn Grüppenbühren war zu keinem Zeitpunkt ein ebenbürtiger Gegner. In der Deckung fehlten die nötigen Absprachen, eine Zuordnung gegen den starken TSG-Rückraum war nicht vorhanden. Zudem waren die HSG-Akteure häufig gegen die schnellen und bissigen Gastgeber viel zu langsam auf den Beinen. Auch das Umschalten nach den wenigen Ballgewinnen in der Abwehr funktionierte überhaupt nicht, kein einziger langer Ball kam aus der Deckung zu den Angreifern.

Nach 24 Minuten leuchtete der unglaubliche Zwischenstand von 14:1 auf der Anzeigetafel. Nach dem 18:3 für Hatten zur Pause lief es nicht viel besser bei der HSG. Sechs Minuten vor Schluss lag Grüppenbühren/Bookholzberg bei 11:31 mit 20 Treffern hinten. In der Schlussphase gestalteten die Gäste das Ergebnis erträglicher, keinem HSG-Spieler gelangen aber mehr als drei Treffer.