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Handball-Verbandsliga Grüppenbühren/Bookholzberg verliert gegen Hatten-Sandkrug 22:23

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 22.04.2018, 09:04 Uhr

Bittere Niederlage: Der abstiegsgefährdete Handball-Verbandsligist HSG Grüppenbühren/Bookholzberg hat sein Heimspiel gegen den Tabellenzweiten TSG Hatten-Sandkrug mit 22:23 (16:11) verloren. Zum dritten Mal in Folge musste er sich mit einem Tor Unterschied geschlagen geben.

Auch Minuten nach Spielende stand Spielern und Trainern der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg die Enttäuschung noch ins Gesicht geschrieben. Zum dritten Mal in den vergangenen drei Spielen hatte die Landkreis-HSG mindestens einen Punkt vor Augen, doch zum dritten Mal in Folge verloren sie ein Spiel in der Handball-Verbandsliga mit nur einem Tor. Am Samstag unterlag Grüppenbühren/Bookholzberg in seinem Heimspiel dem sehr wahrscheinlichen Aufsteiger TSG Hatten-Sandkrug mit 22:23 (16:11); der Endstand war vor 130 Zuschauern im gesamten Spiel die einzige Führung überhaupt für die Gäste.

Dem enttäuschten HSG-Trainer Andreas Müller fehlten nach Spielschluss und dem erneuten Rückschlag im Abstiegskampf ein wenig die Worte: „Wir waren über 60 Minuten die bessere Mannschaft, haben aber in der zweiten Halbzeit unsere glasklaren Chancen nicht genutzt – und Hatten-Sandkrug damit praktisch wieder aufgebaut.“

HSG spielt starke erste Halbzeit

Wie schon in den vorherigen Spielen beim TuS Sulingen (30:31) und gegen den VfL Fredenbeck II (16:17) zeigte die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg eine starke erste Hälfte. Die Torhüter Arne Klosermann und Jan-Bernd Döhle parierten bravoröus, die Abwehr gab den TSG-Shootern Robert Langner und Mirko Menken kaum Platz und druckvolle Kombinationen nutzte vor allem Marcel Biedermann zu Treffern. Über 7:7 (16.), 11:8 (20.), 13:11 (25.) und 16:11 (30.) hatte die HSG nach 33 Minuten eine 19:13 (33.)-Führung herausgeworfen.

TSG-Torwart Jan-Peter Steffens wird immer stärker

In der Folge verloren die nach wie vor abwehrstarken Gastgeber aber im Angriff mehr und mehr die Linie. Im Spielaufbau gab es einfache Fehler, dazu wurden selbst beste Chancen gegen den immer stärker werdenden TSG-Torwart Jan-Peter Steffens nicht verwandelt. Die Folge: Die TSG Hatten-Sandkrug war über 17:19 (41.) beim 20:20 (47.) wieder im Spiel. In der hart umkämpften Schlussphase führte die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg beim 22:21 (56.) letztmals, blieb im Angriff aber unkonzentriert. Zwei Minuten vor Schluss führten die Gäste durch einen Treffer von Razvan Ghimes von der linken Außenbahn beim 23:22 erstmals und spielten die Zeit nach einem vergebenen Angriff von Grüppenbühren/Bookholzberg bis zum Ende clever herunter.

TSG-Coach Hauke Rickels bangte bis zum Schlusspfiff um den Erfolg seiner Mannschaft: „Mein großer Respekt gilt einem Gegner, der uns über 60 Minuten alles abverlangt hat. Wir sind überhaupt nicht richtig ins Spiel gekommen, da einigen Spielern wohl das nötige Harz gefehlt hat. Im Angriff haben meine Jungs tolle Kombinationen durchgespielt, aber im Abschluss viele gute Möglichkeiten liegen gelassen. Trotzdem haben wir immer an den Erfolg geglaubt und der kämpferische Einsatz hat uns am Ende auch Recht gegeben. In der Schlussphase hat die Mannschaft dann die Zeit clever heruntergespielt und sich so auch beide Punkte verdient.“