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Handball-Verbandsliga Heftige Ohrfeige für die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg

Von Heinz Quahs und Daniel Niebuhr | 09.09.2017, 00:36 Uhr

Nach zwölf Heimsiegen in Folge kassieren die Verbandsliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg gegen den TvdH Oldenburg eine 20:35-Packung.

Wenn sich Geschichte im Sport wiederholt, kann das manchmal richtig schmerzhaft werden, wie die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg am Freitagabend erleben musste. Seit der Niederlage gegen den TvdH Oldenburg II im ersten Spiel der Vorsaison hatten die Handballer zwölf Heimspiele nacheinander gewonnen – fast auf den Tag genau ein Jahr später kam nun die erste Mannschaft der Oldenburger an den Ammerweg und verpasste dem Verbandsliga-Aufsteiger eine heftige Ohrfeige. Grüppenbühren verlor das Saisondebüt in eigener Halle mit 20:35 (11:18), Trainer Andreas Müller stellte danach fest: „Oldenburg liegt uns wohl nicht.“

Nach fünf Minuten noch 4:1 vorne

Der ambitionierte TvdH hatte am ersten Spieltag schon Grüppenbührens Gemeinderivalen TS Hoykenkamp mit 39:21 zerlegt, auch die HSG hatte kein Gegenmittel gegen den starken Titelanwärter. Nach guten ersten fünf Minuten führten die Gastgeber zwar mit 4:1, kassierten dann aber in den folgenden sieben Minuten sechs Gegentreffer in Serie.

Die zweite Schwächephase folgte nach dem 11:13 durch Kevin Pintscher, dieses Mal gab es fünf Gegentore nacheinander zum Halbzeitstand von 11:18. „Jeder Ballverlust von uns wurde konsequent bestraft“, sagte Müller, der sich besonders über die Vielzahl technischer Fehler ärgern musste. Der TvdH spielte eine bissige Deckung und erzielte viele Tore durch einfache Konter.

„Keiner hatte Normalform“

Oldenburg kannte auch nach der Halbzeit keine Gnade. Besonders der litauische Ex-Nationalspieler Andrius Gervé am Kreis war mit neun Toren nicht zu stoppen. Nach dem 13:19 durch Marcel Behrens in der 32. Minute legten die Gäste erneut einen 6:0-Lauf hin, spätestens nach dem Oldenburger 25:13 durch Gervé ging es für die HSG nur noch um Schadensbegrenzung. „Keiner hatte Normalform“, klagte Müller, der auch erklärte: „Ich weiß, dass die Jungs es besser können.“