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Handball-Verbandsliga HSG Delmenhorst dreht nach der Pause auf – 38:20

Von Lars Pingel | 19.04.2015, 19:02 Uhr

Der Tabellenzweite HSG Delmenhorst hatte nach einer langen Spielpause Mühe, im Angriff seinen Rhythmus zu finden. Später spielte der Handball-Verbandsligist dann groß auf.

Andre Haake wollte nicht mehr lange über die vergangenen 60 Minuten nachdenken. „Das war ein Pflichtsieg, mit dem wir etwas für unser Torverhältnis getan haben. Mehr nicht“, sagte der Spielertrainer der Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst am Samstagabend über den 38:20 (16:13)-Heimsieg über den TV Langen. Dann richtete er den Blick nach vorn. „Jetzt werden wir im Training zwei Wochen Vollgas geben, um für das Spitzenspiel gerüstet zu sein.“ Am Samstag, 2. Mai, treten die Delmenhorster beim VfL Edewecht an.

Würfe aus schlechten Positionen

Nach drei spielfreien Wochenenden hatten die Delmenhorster vor 230 Zuschauern in der Stadionhalle zunächst einige Probleme. Im Angriff spielten sie den Ball oft in mäßigen Tempo hin und her. Es fehlte der Zug zum Tor, um Lücken in der 6:0-Abwehr zu reißen. So musste die HSG zunächst oft aus schlechten Positionen abschließen, da die guten Schiedsrichter Jens und Volker Kaiser das Warnzeichen gaben, dass sie bald Zeitspiel pfeifen würden. Diese HSG-Würfe verfehlten oft ihr Ziel. Zudem vergaben die Delmenhorster unkonzentriert, auch einige der wenigen guten Chancen, die sie hatten. Bis Mitte der ersten Halbzeit lagen sie zurück (5:6, 14. Minute) – und konnten froh sein, dass die TVL-Trefferquote auch eher schwach war.

Janßen übernimmt Verantwortung

In der Abwehr fand die HSG dann langsam zu gewohnter Form. Im Angriff war es Rückraumspieler Jörn Janßen, der die Initiative ergriff. Vor allem er war dafür verantwortlich, dass die HSG bis auf 15:9 davonzog (26.). Janßen wurde schließlich mit neun Toren zum erfolgreichsten Werfer des Teams. Doch das verlor die Konzentration noch einmal. Es gestattete seinen Gästen, sich bis zum Pausenpfiff wieder bis auf 13:16 heranzukämpfen.

Schwierigkeiten nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel schien es kurz, als könnten die Delmenhorster sogar in Schwierigkeiten kommen. In den ersten achteinhalb Minuten beendeten sie nur zwei von sieben Angriffen erfolgreich. Die Gäste nahmen diese Einladung aber nicht an. Sie verkürzten zwar auf 15:17 (34.), warteten dann aber fast acht Minuten auf den nächsten erfolgreichen Wurf. Die HSG-Abwehr, die erst in der 6:0- und in der Schlussphase in der 5:1-Aufstellung agierte, funktionierte noch besser als vor der Pause. Mit jedem Ballgewinn wuchs das Selbstbewusstensein der HSG-Spieler. Im selben Maße schrumpfte das der Langener.

Haake löst den Knoten

Ein Treffer des Spielertrainers löste dann den Knoten im Angriffsspiel. Nach dem 19:15 (39.) von Haake lief der HSG-Motor endlich rund. Sogar technisch anspruchsvollere Pässe und Würfe gelangen. Mit einem 9:1-Lauf vertrieben die Delmenhorster innerhalb von sieben Minuten auch die Sorgen ihrer skeptischsten Fans. Allen machten sie dann mit schön herausgespielten Treffern weitere Freude.