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Handball-Verbandsliga Männer Neerstedts Trainer Björn Wolken macht am Saisonende Schluss

Von Heinz Quahs und Lars Pingel | 09.12.2018, 16:50 Uhr

Die Verbandsliga-Handballer des TV Neerstedt haben am Samstag ihr letztes Spiel des Jahres 2018 gegen den TuS Haren mit 29:32 verloren. Am Sonntag gab der TVN bekannt, dass Trainer Björn Wolken das Amt am Saisonende aus privaten und beruflichen Gründen abgibt.

Eine herbe Enttäuschung erlebten die Verbandsliga-Handballer des TV Neerstedt in ihrem letzten Spiel des Jahres 2018. Sie kassierten am Samstag gegen den TuS Haren eine 29:32 (15:14)-Heimniederlage. Im Anschluss an die Partie erklärte TVN-Trainer Björn Wolken seinen Spielern, dass er sein Amt zum Ende der laufenden Saison 2018/19 niederlegen wird, teilte der Neerstedter Pressewart Thomas Lindenthal am Sonntag mit.

Durch die Niederlage verloren die Neerstedter mit nun 18:6 Punkten erst einmal den Anschluss an den Spitzenreiter Elslflether TB (21:1) und dessen Verfolger, die HSG Schwanewede/Neuenkirchen (19:3). Der TVN zeigte vor allem in den letzten 20 Minuten erheblich Schwächen im Angriff, das Team aus Haren trumpfte dagegen immer stärker auf. Neerstedt lag mit 22:18 in Führung (39.), als der Faden verloren ging. Anschließend schien sich nur Andrej Kunz, der noch vier Treffer erzielte, gegen die drohende Niederlage zu stemmen.

Neerstedt liegt zur Pause knapp vorn

Vom Anpfiff an hatte der TVN Probleme in seiner zuletzt starken Abwehr. Die bekam die überragenden Harener Torschützen nicht in den Griff. TuS-Spielmacher Stefan Sträche setzte mit 13 Treffern die meisten Akzente. Außerdem spielte er immer wieder den 2,10 Meter langen Kreisläufer Stefan Giesen frei, der neun Tore für die Emsländer erzielte. Doch auch die anderen TuS-Spieler, insbesondere aber Torwart Peter Jansen, boten gute Leistungen. Haren lag in der 13. Minute mit 7:5 vorn. Doch in der Folge wurde das Neerstedter Angriffsspiel konzentrierter, die Chancen wurden besser genutzt. Mit dem 12:10 durch Erik Hübner (23.) schien das Wolken-Team in der Spur zu sein. Erst recht, als es nach der Pause (15:14) mit druckvollem und variablem Angriffsspiel glänzte. Nach einem Treffer von Kreisläufer Philipp Hollmann, der von Eike Kolpack glänzend angespielt worden war, setzte sich Neerstedt erstmals auf drei Tore ab (18:15, 34.). Als Rene Achilles kurze Zeit später von der rechten Außenbahn zum 22:18 einnetzte (39.), schien Neerstedt endgültig die richtige Richtung gefunden zu haben.

Neerstedt vergibt viele klare Torchancen

Dann geriet das Team nach dritten Zwei-Minuten-Strafe gegen Julian Hoffmann und einer weiteren Zeitstrafe gegen Florian Honschopp in doppelte Unterzahl. Das nutzte der Gast: Sträche traf zum 22:22 (44.). Anschließend ließ die Konzentration in den Mannschaftsteilen der Neerstedter merklich nach. Die Abwehr verlor den Zugriff auf die TuS-Angreifer. Im Angriff wurden selbst beste Chancen nicht mehr verwertet. Acht Minuten vor Schluss lag der TVN mit 24:28 zurück, die Partie war entschieden. „Es ist kein schöner Jahresabschluss, doch es war schwierig, sich auf die Unparteiischen einzustellen“, erklärte Wolken: „Ich kann mich kaum daran erinnern, wann unser Paradestück, die Abwehr, einmal 32 Gegentore bekommen hat. Nach dem 22:18 gab es zu viele Einzelaktionen.“

Der TVN-Pressewart berichtete, dass Wolkens Entscheidung das Traineramt niederzulegen, „ausschließlich private sowie berufliche Gründe“ habe, die eine Trainertätigkeit „nur noch eingeschränkt ermöglichen würden“. Am Saisonziel „Aufstieg“ würden „Björn Wolken, seine Mannschaft und der Verein weiter hart arbeiten“, erklärte Lindenthal.