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Handball: Verbandsliga-Relegation TS Hoykenkamp muss klar gewinnen

Von Heinz Quahs | 05.06.2015, 20:30 Uhr

Es geht um einen Platz in der Handball-Verbandsliga: An diesem Sonntag, 16 Uhr, empfängt die TS Hoykenkamp in der Halle Heide den TuS Rotenburg zum Relegations-Rückspiel. Die Gastgeber haben das Hinspiel mit 26:31 verloren. TSH-Trainer Jörn Franke ist optimistisch, dass sein Team die Niederlage wettmacht.

Die „erste Halbzeit“ der Verbandsliga-Relegation haben die Handballer der TS Hoykenkamp verloren. Am morgigen Sonntag wollen sie ab 16 Uhr in der Halle Heide im Rückspiel gegen den TuS Rotenburg das 26:31 wettmachen, um doch noch den Sprung in die fünfthöchste Spielklasse zu schaffen. „Wir müssen geduldig spielen, denn wir haben noch einmal 60 Minuten Zeit, um den Fünf-Tore-Rückstand aufzuholen“, sagt TSH-Trainer Jörn Franke. „Wenn wir von Beginn an konzentriert spielen und die Chancen auch konsequent nutzen, dürfte uns das auch gelingen.“

TSH muss starke Abwehr überwinden

Die Forderung nach hoher Konzentration, gehört zu den Lehren, die Franke aus dem Hinspiel gezogen hat. Dort setzte der Vizemeister der Landesliga Bremen die Hoykenkamper, wenn diese in der Abwehr einen Ball gewonnen hatten, sofort unter Druck. Der ballführende TSH-Spieler wurde angegriffen, alle anderen kurzzeitig manngedeckt. So unterbanden die Rotenburger die Gegenstöße der TSH und provozierten sogar drei Fehlpässe, die ihnen drei einfache Tore einbrachten. Das soll ihnen nicht wieder gelingen, erwartet Franke, dessen Team aber auch im Positionsangriff aufmerksam bleiben muss. Der TuS ist sowohl in offensiven Abwehrformationen – gegen die die TSH im Hinspiel besser aussah – als auch in defensiveren Aufstellungen nur schwer zu überwinden.

Hoykenkamper Abwehr muss sich steigern

Die größte Steigerung im Vergleich zum Hinspiel erhofft sich Franke allerdings von seiner Defensive. Sie habe „im Hinspiel einige Schwächen“ gezeigt, sagt er. Es gelte vor allem, die TuS-Rückraumspieler Luka Bruns und Lukas Misere, die am vergangenen Samstag jeweils neunmal trafen, „besser unter Kontrolle“ zu bekommen. Das ist für Franke ein Schlüssel zum Erfolg.

Der TuS bangt allerdings um den Einsatz von Bruns. Er hat sich im Hinspiel eine Oberschenkelverletzung zugezogen.

Siebenmeterwerfen ist möglich

Franke kann seine beste Mannschaft aufbieten. Die werde alles daran setzen, mit einem klaren Erfolg den Aufstieg in die Verbandsliga doch noch zu schaffen. Bis zu einem 30:25 würde dem Vizemeister der Landesliga Weser-Ems ein Erfolg mit fünf Toren Unterschied zum Sprung in die Verbandsliga ausreichen, da er dann die mehr geworfenen Auswärtstore aufweisen würde. Endet die Partie 31:26 für die TSH, wird der Platz in der Verbandsliga direkt nach Spielschluss in einem Siebenmeter-Werfen vergeben. Erzielen die Rotenburger mehr als 26 Tore, müssen die Hoykenkamper mindestens sechs Treffer mehr markieren, um nach der Partie ein Verbandsligist zu sein.

TSH-Trainer ist optimistisch

Franke und seine Spieler hoffen, dass sie erneut starken Rückenwind von der Tribüne erhalten werden. Schon in Rotenburg waren rund 100 TSH-Anhäger dabei. Mit Hilfe der Fans, lobt Franke, habe seine Mannschaft in eigener Halle in dieser Saison viel erreicht. Zwölf Siege und erst eine Niederlage stehen bisher zu Buche. Es muss Sieg Nummer 13 her, damit die TSH am Ende der „zweiten Halbzeit“ der Verbandsliga-Relegation den direkten Wiederaufstieg bejubeln kann. Franke ist optimistisch: „Die Mannschaft wird hoch motiviert in diese Partie gehen, denn unser Ziel ist nun ganz klar der Aufstieg.“