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Handball: Vierkampf im Titelrennen TS Hoykenkamp schlägt Spitzenreiter FC Schüttorf

Von Heinz Quahs | 02.03.2015, 00:00 Uhr

Die Verbandsliga-Handballer der TS Hoykenkamp und der HSG Grüppenbühren mischen nach Heimsiegen weiter im Rennen um die Meisterschaft mit. Die TSH setzte sich gegen den Spitzenreiter, den FC Schüttorf, mit 31:29 durch, die HSG bezwang den Wilhelmshavener HV II mit 31:20.

Jetzt wird das Meisterrennen in der Handball-Landesliga richtig spannend: Dank eines 31:29-Erfolgs im Topspiel gegen Spitzenreiter FC Schüttorf ist die TS Hoykenkamp bis auf einen Zähler an den Ersten herangerückt und hat den Titel-Vierkampf eröffnet.

TS Hoykenkamp – FC Schüttorf 31:29

Jörn Franke atmete nach Spielende tief durch. „Nach der klaren Führung drei Minuten vor dem Ende darf die Mannschaft die Bälle nicht mehr so einfach aus der Hand geben“, sagte der TSH-Trainer, nachdem seine Mannschaft ein 30:25 gegen die offensiv verteidigenden Gäste fast noch verspielt hatte. Dennoch überwog der Stolz beim Trainer. „Gregor Kleefeldt im Tor hat uns mit seinen Paraden den Rücken gestärkt. Auch im Angriff hat sich das Team phasenweise sehr gut in Szene gesetzt.“ Die Hoykenkamper Deckung bekam den gegnerischen Rückraum um Spielmacher Andreas Huhmann und die Torjäger Marko Baals (sieben Tore in den ersten 20 Minuten) und Sascha Peterberns zunächst nicht wirklich in den Griff – es fehlten die Absprachen und energisches Zupacken. Während Schüttorf seine überfallartigen Angriffe schnell abschloss, spielte die TSH in der Offensive mit dem gefährlichen Nico Skormachwowitsch konzentriert. Die Folge: Kein Team konnte sich in Hälfte eins absetzen. Nach der Pause stand die TSH um den starken Gregor Kleefeldt im Tor wesentlich besser. Über 23:19 (41.) setzte sie sich auf 28:23 (53.) und 30:25 (57.) ab – die Partie schien entschieden. Doch die offensive Schüttorfer Deckung behagte Hoykenkamp nicht. Die TSH wurde nervös, leistete sich viele Abspielfehler – und brachte den Sieg dennoch irgendwie nach Hause.

Grüppenbühren/BTB – Wilhelmshavener HV II 31:20

Am Ende stand ein klarer Sieg für die HSG auf der Anzeigetafel, doch Trainer Sven Engelmann war nur bedingt zufrieden: „In den ersten 30 Minuten hat meine Mannschaft die Vorgaben nur unzureichend umgesetzt.“ Grüppenbühren hatte mit seiner 6:0-Deckung zunächst große Probleme, Wilhelmshavens Christoph Groß in den Griff zu bekommen, der Shooter traf nach Belieben. Erst eine 5:1-Deckung mit Stefan Buß als Vorgezogenem brachte Erfolg.

Allerdings ließen die Gastgeber in den ersten 30 Minuten im Angriff viele Möglichkeiten aus, weshalb die Führung trotz der starken HSG-Torhüter Arne Klostermann und Jan-Bernd Döhle wiederholt wechselte. Nach der Pause erzielte die HSG dank schneller Kombinationen viele sehenswerte und später auch einfache Treffer. Deshalb setzten sich die Gastgeber mehr und mehr ab. Hinzu kam, dass Gästespieler Groß verletzungsbedingt nicht immer spielte. Darüber hinaus ließen bei den Wilhelmshavenern die Kräfte nach.