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Handball-Weser-Ems-Liga Grüppenbührens Reserven völlig von der Rolle

Von Jörg Schröder | 23.03.2015, 15:55 Uhr

Drei Niederlagen, ein Sieg: Der vergangene Handball-Spieltag Weser-Ems-Liga verlief für die heimischen Teams nur bedingt erfolgreich. Immerhin verbuchte der TV Neerstedt II kampflos zwei Punkte auf der Habenseite: Die HG Jever/Schortens II war nicht nach Neerstedt angereist.

HSG Delmenhorst II – OHV Aurich II 20:24 (9:12). Gegen den Spitzenreiter, der mit einigen Spielern aus dem Drittligakader angereist war, verkaufte sich Delmenhorst sehr teuer. Das Partie war ein Spiegelbild der vergangenen Begegnungen: In der Deckung stand die HSG sicher, im Angriff unterliefen ihr aber zu viele Fehler. Immerhin zeigte Delmenhorst Moral. Nach einem 2:6 (12.) kämpfte sich die HSG auf 7:8 (22.) heran, nach einem 11:18 (41.) auf 20:22 (57.). Nach einer Balleroberung vergaben die Hausherren den möglichen Anschluss, im Gegenzug machte der überragende Auricher Paul Jordan (sieben Tore) mit dem 23:20 für den OHV endgültig alles klar.

HSB Blexen – HSG Delmenhorst II 22:23 (12:14). Delmenhorst wollte sich unbedingt für die Hinspielniederlage revanchieren und ging entsprechend motiviert zur Sache. Nachdem Jonas Besuden in der 23. Minute das 12:8 erzielt hatte, wähnte sich die HSG auf einem guten Weg. Nach einem 18:14 (36.) brachten Zeitstrafen gegen Kerry Hoppe und kurze Zeit später gegen Christoph Meyer-Ebrecht den HSG-Angriff völlig aus dem Tritt. Acht Minuten lang warf das Team kein Tor. Die Folge: Blexen glich zum 19:19 aus. Nach fünf torlosen Minuten behielt Meyer-Ebrecht in der 59. Minute die Nerven und verwandelte einen Strafwurf zum Erfolg Sieg. Ein Sieggarant waren die starken HSG-Torhüter Maik Krause und Malte Cordes.

HSG Wilhelmshaven II – Grüppenbühren/Bookholzberg III 40:32 (19:15). „Irgendwie war total der Wurm drin“, resümierte HSG-Spieler Till Schwab nach dem Schlusspfiff. Bereits vor dem Spiel gab es das erste Problem, da einige Spieler aus den unterschiedlichen Gründen nicht auflaufen konnten. Immerhin halfen aus der Vierten Andreas Menkens und Frank Mehrings aus, der direkt nach Spielschluss zu einer Familienfeier aufbrach. Problem Nummer zwei: Die HSG zeigte eine desolate Abwehrleistung. Im Laufe des Spiels probierten die Gäste nahezu alle Deckungsvarianten aus – Erfolg hatte keine. Wilhelmshaven hatte auf alles eine gute Antwort und feierte deshalb den Sieg.

SG Friedrichsfehn/Petersfehn II – Grüppenbühren/BTB II 25:18 (12:12). HSG-Trainer Andreas Müller war fassungslos: „Über die zweite Hälfte legen wir am besten den Mantel des Schweigens.“ Beim Tabellenzweiten hatte seine Mannschaft zunächst einige Probleme ins Spiel zu finden. Sie lag nach einer Viertelstunde 2:6 im Hintertreffen, fand aber über die starke Deckung und den hellwachen Keeper Fabian Ludwig zu ihrer Form und glich in der 22. Minute durch Kristen Krüger zum 8:8 aus. Zur Pause lag die HSG auf Kurs. Doch dann erzielte sie 15 Minuten lang keinen Treffer und geriet hoffnungslos ins Hintertreffen. „Wir haben alle Tugenden vermissen lassen“, schimpfte Müller.