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Handball-Weser-Ems-Liga HSG Delmenhorst II feiert die Meisterschaft

Von Jörg Schröder, Jörg Schröder | 09.05.2016, 12:43 Uhr

Die HSG Delmenhorst II ist Meister der Handball-Weser-Ems-Liga. Die Mannschaft gewann ihr vorletztes Saisonspiel bei der HSG Blexen/Nordenham mit 29:19 (13:12) und kann nicht mehr von Spitzenplatz verdrängt werden. In der Saison 2016/2017 wird sie in der Landesliga Bremen antreten. Die beiden Weser-Ems-Liga-Teams der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg mussten knappe Niederlagen hinnehmen.

Es ist geschafft: Der Handball-Weser-Ems-Ligist HSG Delmenhorst II sicherte sich mit einem 29:19 bei der HSG Blexen/Nordenham am vorletzten Spieltag die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Landesliga Bremen. Trainer Volker Gallmann freute sich natürlich gemeinsam mit seinem Team über den gelungenen Coup. Was dem Coach allerdings nicht so gut gefallen dürfte, ist die Tatsache, dass sein Bart daran glauben musste. Die Spieler hatten darauf bestanden, als Meister dem Trainer diesen abnehmen zu dürfen. So skandierten sie nach direkt nach Spielschluss: „Der Bart muss ab“ – und setzten das Vorhaben später in die Tat um. Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II verlor beim SVE Wiefelstede mit 25:27, Grüppenbühren/Bookholzberg III gegen den Tabellenzweiten TvdH Oldenburg II mit 21:24.

 Blexen/Nordenham - Delmenhorst II 19:29 (12:13). Die favorisierten Delmenhorster taten sich in der ersten Halbzeit sehr schwer. Obwohl die Mannschaft bis zur 14. Minute einen 8:5-Vorsprung herauswarf, lief es einfach nicht rund. Die Hausherren nahmen die Delmenhorster Außen nahezu aus dem Spiel und verpassten dem jeweiligen Halblinken eine kurze Deckung. Dadurch geriet das Angriffsspiel der Gäste ins Stocken. Nach der Pause (13:12) besannen sich die Delmenhorster auf ihre Stärken, spielten sehr konzentriert und gingen in der 40. Minute vorentscheidend mit 17:12 in Führung. Von diesem Zeitpunkt an hatte die Gallmann-Sieben keinerlei Probleme mehr. Nach dem Schlusspfiff feierten Trainer, Mannschaft und die zahlreichen mitgereisten Fans die Meisterschaft. Ein großes Lob zollte Gallmann dem Gastgeber, der sich als fairer Verlierer erwies und gemeinsam mit dem Meister und Aufsteiger feierte.

 Wiefelstede - Grüppenbühren/Bookholzberg II 27:25 (16:13). Ohne Trainer Andreas Müller, der von Dirk Maske vertreten wurde, und stark ersatzgeschwächt, da einige verletzte oder verhinderte Spieler fehlten, trat die Landkreis-HSG in Wiefelstede an. Der Start verlief – wie so oft – weniger gut. Ehe sich die Mannschaft versah, lag sie mit 2:6 im Hintertreffen. Vor allem die Deckung hatte bis dahin eine eher schwache Leistung gezeigt. Nachdem Maske Dominik Krüger in den Mittelblock beordert hatte, gewann die Abwehr an Stabilität. Die Maske-Sieben zeigte sich zudem auch im Angriff agiler und glich in der 23. Minute zum 12:12 aus. Durch eine weitere Schwächephase geriet das Team bis zur Pause aber wieder ins Hintertreffen (13:16). Die zweite Spielhälfte verlief sehr ausgeglichen. Noch in der 52. Minute stand ein 22:22 an der Anzeigentafel. In den letzten Minuten fehlte der HSG mehrfach das Glück, sodass sie eine knappe und unnötige Niederlage kassierte. Das Team wird ohne ihren Coach Andreas Müller in die kommende Saison 2016/2017 starten, der dann nur noch als Co-Trainer der Ersten agieren wird. Wer das Zepter übernehmen wird, wird der Verein in nächster Zeit bekannt gegeben.

 Grüppenbühren/Bookholzberg III - TvdH Oldenburg II 21:24 (12:16). Im letzten Heimspiel der Saison lieferte die HSG-Mannschaft von Gerold Steinmann eine sehr ordentliche Leistung ab. Zwar lagen die favorisierten Gäste, die nicht in Bestbesetzung antraten, während des gesamten Spiels vorn, hatten es aber nicht leicht, die Partie zu gewinnen. Die HSG-Spieler hatten Probleme mit der Chancenverwertung, ließen einige sogenannte 100-prozentige Gelegenheiten aus und zeigten sich auch bei Tempogegenstößen nicht unbedingt treffsicher. Über den Kampf boten sie Oldenburg dennoch lange Zeit Paroli und kamen nach einem 5:10-Rückstand (16.) dank einer sehr guten Abwehrleistung bis auf 11:13 (25.) heran. Auch in der zweiten Halbzeit gab die Mannschaft nie auf, verkürzte in der 52. Minute auf 18:20. In Überzahl wäre sogar noch mehr möglich gewesen, doch die Akteure konnten den Vorteil nicht für sich nutzen.

Am Ende dieser Saison wird die HSG-Mannschaft, die ein Durchschnittsalter von mehr als 40 Jahren hat, die Weser-Ems-Liga freiwillig verlassen und in der nächsten Spielzeit in der Regionsoberliga anzutreten, um es dort „etwas ruhiger angehen zu lassen“.