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Handball-Weser-Ems-Liga HSG Delmenhorst II wirft 35 Tore – und verliert

Von Jörg Schröder | 18.01.2016, 17:25 Uhr

Rückschläge für zwei Titelkandidaten: Sowohl die HSG Delmenhorst II (35:39 in Wiefelstede) als auch die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II (26:34 in Friedrichsfehn) haben an diesem Wochenende in der Handball-Weser-Ems-Liga Federn gelassen. Auch die Routiniers der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg III (24:29 gegen Rastede) kassierten eine Niederlage.

Grüppenbühren/BTB III - Rastede 24:29. Nach 20 Spielminuten befürchte HSG-Trainer Gerold Steinmann, dass sein Team sang- und klanglos untergehen würde. Denn zu diesem Zeitpunkt lagen die Gastgeber mit 3:12 „nach einer unterirdischen Leistung“ (Steinmann) zurück. Weder in spielerischer Hinsicht, noch in der Chancenverwertung, noch in der Deckung hatte seine Mannschaft bis dahin auch nur ansatzweise gezeigt, was eigentlich in ihr steckt. Nach einer Umstellung in der Deckung (von 6:0 auf 5:1) lief es wesentlich besser. Die Gäste konnten nun ihr bevorzugtes Spiel mit dem starken Kreisläufer nicht mehr so fortsetzen, auch die Kreise des Mittelspielers wurden erheblich gestört. Zur Pause (11:15) war der Gastgeber wieder in Schlagdistanz, kassierte jedoch gleich nach Wiederbeginn zwei weitere Gegentore zum 11:17. Das 21:16 (43.) für Rastede war dann der endgültige Knock-out für Grüppenbühren III.

Friedrichsfehn/Petersf. - Grüppenb./BTB II 34:26. Die Vorgaben von Trainer Andreas Müller setzte Grüppenbühren/Bookholzberg II zunächst überhaupt nicht um. Die HSG zeigte zu viel Respekt und leistete sich sowohl im Angriff als auch in der Abwehr zahlreiche fehlerhafte Entscheidungen. Die Quittung erhielt die Mannschaft prompt: Nach acht Minuten stand es 0:6 aus Sicht der Gäste. Den ersten Treffer für sein Team erzielte Nico Mönnich erst nach neun Minuten. Irgendwie schien dieses Tor aber eine Blockade zu lösen. In der Folge ging die Mannschaft erheblich konzentrierter zu Werke, legte auch ein wesentlich besseres Rückzugsverhalten nach Ballverlusten an den Tag. Über 11:14 (22.) und 19:20 (39.) kam die HSG peu à peu heran. Knackpunkt: In Überzahl warfen die Gäste vier Minuten lang keinen Treffer, während die Hausherren fünf Mal in Folge trafen.

Eintracht Wiefelstede - HSG Delmenhorst II 39:35. „Eigentlich sollten 35 Tore reichen, um auswärts zu gewinnen ...“, ärgerte sich HSG-Coach Volker Gallmann nach dem Spiel. Dass dem nicht so war, lag an diesem Tag eindeutig an der Abwehrleistung: Während der gesamten Partie bekam die HSG-Defensive den Gegner nicht in den Griff. Zudem erwischten auch die beiden Keeper Maik Krause und Jan Schäfer nicht ihren besten Tag. Dennoch verlief die Partie lange Zeit sehr ausgeglichen. Dies lag auf Delmenhorster Seite vor allem an Linksaußen Torsten Gaertner, der nach Belieben traf und sich gleich 14 Mal in die Torschützenliste eintrug. Überhaupt zeigten die Angreifer eine gute Leistung. In der zweiten Spielhälfte führten die Hausherren meistens mit zwei Toren, doch die HSG ließ sich nicht abschütteln, erzielte in der 43. Minute durch Kevin Larisch den 25:25-Ausgleich. Entschieden wurde die Partie letztlich zwischen der 50. und 55. Minute, als die Gäste nach der 31:30-Führung durch Gaertner zwei Zeitstrafen kassierten und die Hausherren vorentscheiden auf 36:32 davonzogen.