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Hartmann und Prießner treffen SV Atlas Delmenhorst schlägt SSV Jeddeloh 2:1

Von Frederik Böckmann | 14.07.2017, 23:46 Uhr

Das war stark: Die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst haben am Freitagabend ihr Testspiel gegen den SSV Jeddeloh mit 2:1 (2:0) gewonnen. Die Tore gegen den Regionalliga-Aufsteiger erzielten Hanno Hartmann (14.) und Marco Prießner (43.). Für Jeddeloh verkürzte Derrick Ampofo vor 370 Zuschauern auf 1:2 (51.).

Die Zuschauer klatschten Beifall, die Fans aus dem Block H stimmten den erneuten Aufstieg an und die Spieler verließen mit einem Lächeln den Platz. Als Schiedsrichter Axel Martin am Freitagabend um 21.19 Uhr das Fußball-Testspiel zwischen dem SV Atlas und dem SSV Jeddeloh abgepfiffen hatte, war die Zufriedenheit auf Seiten der Blau-Gelben groß. Mit 2:1 (2:0) hatte der SVA gerade den Regionalliga-Aufsteiger geschlagen und damit eine gelungene Generalprobe für das Spiel im Niedersachsenpokal Freitag gegen den BSV Rehden gefeiert.

Auch Atlas-Trainer Jürgen Hahn lobte seine Mannschaft für eine „pauschal gute Leistung“. Der Erfolg war auf Grund der Großchancen für Jeddeloh am Ende vielleicht etwas glücklich. Hahn hatte aber auch nicht unrecht, als er meinte: „Den Sieg haben wir uns irgendwie auch verdient. Wir haben das mehr als 60 Minuten lang richtig gut gemacht.“ Hahn wollte die zunehmend steigende Erwartungshaltung bei den Atlas-Anhängern nach der Partie gerne dämpfen. Mit Blick auf den Niedersachsenpokal sagte er aber auch: „Auch für Rehden wird es nicht einfach, bei uns zu gewinnen.“

SV Atlas mit etwas defensiverer Ausrichtung

Die Tore für Atlas erzielten Hanno Hartmann (13.) und Marco Prießner (43.). Hartmann köpfte eine Ecke von Musa Karli entschlossen zur Führung ins Tor. Kurz vor der Pause lief Prießner nach einem starken Pass von Nick Köster alleine auf SSV-Torwart Felix Bohe zu und vollstreckte in der ihm typischen Manier eiskalt zum 2:0. Für Jeddeloh verkürzte Derrick Ampofo nach einer Flanke kurz nach dem Seitenwechsel auf 1:2 (51.).

Im Vergleich zum bewährten 4-2-3-1-System wählte Hahn eine etwas defensivere 4-3-3-Aufstellung. Im zentralen Mittelfeld agierten Dennis Janssen und Nick Köster als Achter, während Sechser Stefan Bruns bei gegnerischem Ballbesitz den dritten Innenverteidiger gab. So ähnlich könnte die Atlas-Aufstellung und -Ausrichtung auch gegen Rehden aussehen, verriet Hahn. Er musste auf die potenziellen Stammspieler Dominik Entelmann (Zerrung), Bastian Kmiec (leichte Knieverletzung) und Lars Scholz (Kurzurlaub) sowie Marlo Siech (Bluterguss im Schulter-Brust-Bereich) verzichten. Siech und Kmiec werden am Montag wieder das Training aufnehmen.

SV Atlas in Hälfte eins sehr stark

Vor 370 Zuschauern zeigte Atlas eine ganz starke erste Hälfte. Die Gastgeber setzten die Gäste, die am Donnerstag in einem Test dem Drittligisten VfL Osnabrück nur knapp mit 0:1 unterlagen, früh unter Druck. Das schmeckte dem SSV überhaupt nicht. Bis auf einen Pfostenschuss von Nils Laabs (37.) hatte Jeddeloh keine weiteren Möglichkeiten. Auf der Gegenseite besaßen Köster (15.) und Degen (35.) weitere Gelegenheiten für den SVA.

„Die erste Halbzeit hat mir überhaupt nicht gepasst. Wir waren vom Kopf her überhaupt nicht da. Das war viel zu umständlich“, sagte SSV-Trainer Key Riebau. Der 27-jährige lobte aber auch den SV Atlas: „Der Gegner war gut eingestellt, hat diszipliniert gespielt und stark gepresst.“

Jeddelohs Angreifer Ampofo vergibt fünf Großchancen

Nach der Pause verteidigte der SVA – bis auf das Gegentor – bis zur 60. Minute sehr aufmerksam. Doch nach und nach wurden die SSV-Angriffe schwungvoller, während bei Atlas die Kräfte schwanden. Vor allem der eingewechselten Ampofo war ein steter Unruheherd in der Atlas-Abwehr. Der Mittelstürmer hatte mehrmals den Ausgleich auf dem Fuß bzw. Kopf. Er scheiterte erst an Florian Urbainski (65.), dann köpfte er an die Latte (74.), über das Tor (89.) und traf zum Schluss per Doppelchance erst die Unterkante der Latte und dann den Pfosten (90.).