Ein Angebot der NOZ

Hechtenbergs Torfestival TV Jahn Delmenhorst schlägt ATS Buntentor mit 5:2

Von Klaus Erdmann | 05.03.2017, 21:51 Uhr

Nach dem Abpfiff hat Julia Hechtenberg den Kopf geschüttelt. Sie wisse nicht genau, sagte die Fußballerin des TV Jahn, ob sie in einem Spiel schon einmal vier Treffer erzielt habe. Gegen den ATS Buntentor gelang ihr dieser ungewöhnliche Erfolg. Mit diesem Torfestival besaß sie maßgeblichen Anteil am 5:2 (3:0) des Regionalliga-Zweiten gegen die Bremerinnen.

Der Gast, Neunter der Tabelle, erwies sich für die Schützlinge des Delmenhorster Trainerduos Claus-Dieter Meier/Bernd Hannemann als richtiger Gegner zum richtigen Zeitpunkt. Im ersten Spiel nach der Winterpause, das stets als Standortbestimmung gilt, traf der Favorit auf einen in allen Belangen unterlegenen Gegner. Er stellte eindrucksvoll unter Beweis, warum er – mit nunmehr 42 Gegentoren – die schwächste Defensivabteilung der Liga stellt. Dabei hätte Jahn die von Buntentor großzügig gewährten Freiräume durchaus zu einem noch höheren Erfolg nutzen können.

Aber auch so erzielte der TVJ fünf Treffer, wobei Hechtenberg ihr Saisontorkonto auf zehn erhöhte. Erstmals langte sie in der in der 17. Minute zu, nachdem Schlussfrau Jessica Kaufmann einen Distanzschuss von Nathalie Heeren abprallen ließ. Nach glänzender Vorarbeit von Heeren und Uyar gelang Mirbach das 2:0 (29.) und nur sechs Minuten später markierte Hechtenberg per Abstauber den Pausenstand. Mirbach und Neele Detken bereiteten das 3:0 vor.

TV Jahn Delmenhorst zeigt teilweise hervorragenden Offensivfußball

In der 58. und 62. Minute sorgte Hechtenberg mit einem Doppelschlag für das 4:0 und 5:0. Bei ihrem vierten Tor ließ sie einem klugen Zuspiel von Mirbach einen Distanzschuss folgen. Im Gefühl des sicheren Sieges – und nach zwei Auswechslungen – ließ bei Jahn die Konzentration nach. Die Folge: Buntentor betrieb durch Treffer von Aline Stenzel (69.) und Alexandra Karpe (81.) Ergebniskosmetik. Zuvor vergaben Karpe (39.) und Lena Sloot, die mit einem Freistoß an Jahn-Torhüterin Magdalena Flug scheiterte (73.), gute ATS-Chancen.

Der TV Jahn, der unter anderem durch Uyar (22.), Heeren (37.) und Detken (67.) vielversprechende Möglichkeiten nicht verwerten konnte, ließ das hervorragende Offensivpotenzial immer wieder aufblitzen. In der Defensive jedoch ging die Mannschaft zuweilen nicht konsequent genug zu Werke.

Meier meint: „Mädels zu anständig ...“

Trainer Meier: „Wir hätten mehr Tore machen können. Nach dem 4:0 habe ich gedacht, dass wir den Gegner auseinandernehmen. Aber die Mädels sind zu anständig.“ Das nächste Spiel bestreitet Jahn am Sonntag, 19. März, 12 Uhr, gegen TSV Limmer.