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Heimsieg gegen TV Bunde Nach 0:2 noch 3:2: Wildeshausen dreht verrücktes Spiel

Von Frederik Böckmann | 04.10.2015, 20:43 Uhr

Zur Pause sah es gar nicht gut aus für den VfL Wildeshausen, doch mit einer unglaublichen Energieleistung gewannen die Krandel-Kicker das Aufsteiger-Duell der Fußball-Landesliga gegen den TV Bunde doch noch mit 3:2 (0:2).

Als der Schlusspfiff eines dramatischen Fußballspiels gefallen war, als der dritte Heimsieg in Serie eingetütet war, da atmete Marcel Bragula erst einmal ganz tief durch. „Das war eine ganz verrückte Parie. Einfach Wahnsinn. Für die Zuschauer war‘s toll. Aber als Trainer bekommt man Herzflattern“, sagte der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen. Mit 3:2 (0:2) hatte seine Truppe im Aufsteiger-Duell gegen den TV Bunde die Oberhand behalten und Bragulas Nerven arg strapaziert, doch am Ende war die Erleichterung im Krandelstadion bei allen VfL-Beteiligten groß.

Gute Möglichkeiten zu Beginn

Diese große Zitterpartie hätte sich Wittekind jedoch ersparen können, wenn nicht sogar müssen. Bereits in der Anfangsphase hatten die Gastgeber zwei dicke Dinger auf dem Fuß bzw. Kopf. Erst schoss Linksverteidiger Lukas Schneider mit seinem schwächeren rechten Fuß knapp vorbei (2.), dann setzte Mittelstürmer Lennart Feldhus einen Kopfball an die Latte (6.).

TV Bunde nutzt Chancen eiskalt

Wildeshausen begann druckvoll, war die bessere Mannschaft – und musste nach den ersten 45 Minuten doch mit einem 0:2 in die Kabine gehen. Denn die Gäste nutzten ihre beiden einzigen Tormöglichkeiten eiskalt. Erst staubte Goalgetter Eike-Tjark Schmidt, der in der vergangenen Kreisliga-Saison unglaubliche 45 (!) Tore erzielte hatte, locker zur Bunder Führung ab (9.). Dann erhöhte der erst kurz zuvor eingewechselte Daniel Hoppen nach einem feinen Spielzug für den TVB – 2:0 (42.).

VfL Wildeshausen mit furioser Aufholjagd

In der Halbzeitpause schüttelte sich Wildeshausen und Bragula stellte seine Mannschaft mit den eingewechselten Kai Meyer (für Jannik Wallner) und Janek Jacobs (für Maximilian Seidel) neu ein – mit Erfolg. Denn obwohl die Kräfte bei den Krandel-Kickern vor allem in den letzten 20 Minuten schwanden, legten sie im zweiten Durchgang eine furiose Aufholjagd hin, die Bragula als „unglaubliche Energieleistung“ beschrieb.

Doppelschlag durch Lennart Feldhus und Jan Lehmkuhl

Mit einem Doppelschlag innerhalb von drei Minuten glichen die Offensivkräfte Feldhus und Jan Lehmkuhl zunächst zum 2:2 aus. Erst wurde Feldhus von Sascha Görke steil geschickt und schob den Ball gekonnt am Keeper vorbei ins lange Eck (63.). Dann legte Feldhus per Brust auf Lehmkuhl ab, der per 16-Meter-Schuss zum 2:2 ausglich (65.).

Rassige Partie mit vielen Chancen

In der Folgezeit ging das hitzige und rassige Spiel rauf und runter, es gab mit Chancen hüben wie drüben. Die Gäste verpassten die abermalige Führung zwei Mal ganz knapp (69., Pfosten/85., Pundsack pariert stark), während Feldhus (84.) und Jacobs (87., auf der Linie geklärt) für Wildeshausen zwei Gelegenheiten ausließen.

Jan Lehmkuhl avanciert zum Matchwinner

Kurz vor Schluss brandete dann doch noch kollektiver Jubel im VfL-Lager auf: Nach einer klasse Kombination markierte Jan Lehmkuhl das 3:2 und avancierte zum Matchwinner (89.). Die Entscheidung? Mitnichten. Denn Pundsack parierte in der Nachspielzeit eine abermalige Bunder Chance. „Das Spiel hätte auch 5:5 ausgehen können“, meinte Marcel Bragula. Es blieb aber beim 3:2.