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Heimspiel gegen Nord Harrislee Hude/Falkenburg hat nur vier gesunde Feldspielerinnen

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 27.02.2016, 12:54 Uhr

Die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben für das Heimspiel am Sonntag gegen den Tabellensiebten TSV Nord Harrislee (16.30 Uhr, neue Halle am Steinacker) nur vier gesunde Feldspielerinnen zur Verfügung. Eine kurzfristige Anfrage einer Spielverlegung lehnten die Gäste ab.

Mit Franziska Bohlken muss eine Leistungsträgerin nach ihrem Kreuzbandriss vielleicht ihre Laufbahn beendet, mit Mareike Zetzmann ist die Haupttorschützin wegen der selben Verletzung noch immer nicht wieder hundertprozentig fit, dazu gab es etliche Ausfälle von kurzer oder mittlerer Dauer: Wer dachte, die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben ihr Verletzungspech in dieser Saison endlich aufgebraucht, der wird diese Woche eines besseren belehrt. Denn für das Heimspiel am Sonntag in Ganderkesee gegen den Tabellensiebten TSV Nord Harrislee (16.30 Uhr, neue Halle am Steinacker) stehen dem Schlusslicht nur vier (!) fitte Spielerinnen zur Verfügung.

„Wir müssen zusehen, dass wir die 60 Minuten irgendwie halbwegs überstehen“, sagt Trainer Dean Schmidt. Er beschreibt seine Gemütslage angesichts der Personalnot in seiner Mannschaft als eine Mischung aus „Frust, Wut, Enttäuschung und Verzweiflung“.

Gibt ein Neuzugang am Sonntag ihr Debüt?

Denn neben den verletzungsbedingten Ausfällen hat die HSG Hude/Falkenburg nun die Grippewelle erwischt: Außer den Torhüterinnen Katharina Woltjen und Karen Tapkenhinrichs stehen Schmidt nur Saskia Petersen, Janna Müller, Kea Drewes und Jessica Galle zur Verfügung. Um zumindest eine spielfähige Mannschaft aufbieten zu können, helfen zwei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft aus; eventuell erhält auch ein Neuzugang seine Spielberechtigung.

Eine Anfrage der HSG, die Partie kurzfristig zu verlegen, lehnte Nord Harrislee laut Schmidt „aus organisatorischen Gründen“ ab. Dessen Vorschlag, deshalb zur Partie erst gar nicht anzutreten und die Punkte am grünen Tisch abzugeben, lehnte die HSG-Mannschaft ab. „Das zeigt ihren Charakter“, lobt Schmidt. „Sie will die Saison sportlich vernünftig zu Ende spielen.“