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Hockey-Oberliga Chaostag endet mit Pleite für den HC Delmenhorst

Von Daniel Niebuhr | 29.08.2016, 13:23 Uhr

Die Hockey-Herren des HC Delmenhorst verlieren beim Braunschweiger MTV mit 3:7. Der Oberligist hadert mit einer holprigen Anfahrt und umstrittenen Pfiffen.

Zu behaupten, die Hockeyspieler des HC Delmenhorst hätten ihr Oberligaspiel beim Braunschweiger MTV auf der Autobahn verloren, wäre ganz sicher nicht ganz korrekt – allerdings hat die Anreise für die Delmenhorster am Samstag keine unwesentliche Rolle gespielt. „Chaotisch“ sei es gewesen, erzählte Spielertrainer Ulli Hader, acht seiner 13 Spieler kamen so spät, dass sie ohne Aufwärmprogramm direkt aufs Feld mussten – die 3:7 (0:3)-Niederlage beim Aufsteiger machte das nicht weniger schmerzhaft. „Es ist schon frustrierend. Wir sind ein wenig an den Umständen gescheitert“, sagte Hader.

Doppelte Strafe als Schlüsselszene

Damit meinte er auch die Schlüsselszene der Partie in der 43. Minute. Nachdem die Braunschweiger gegen den müden HCD durch Treffer in der 5., 19. und 25. Minute bis zur Halbzeit mit 3:0 in Führung gegangen war, kassierten die Gäste in der 36. Minute zwar das vierte Gegentor; danach schien die Partie aber zu kippen. Ulli Hader in der 38. und Philip Häring per Strafecke in der 40. Minute verkürzten auf 2:4.

Tor-Premiere für Naujoks

Drei Minuten später folgte jedoch der Knackpunkt. Nach einer umstrittenen Strafecke für Braunschweig fingen sich Torwart Jannik Pleil und Spielmacher Jan von Bassen wegen Reklamierens jeweils Gelbe Karten und Zeitstrafen ein. Kurz drauf gab es auch noch einen Siebenmeter für die Gastgeber, bei dem Feldspieler Häring als Aushilfstorwart machtlos war. „Es war ganz bitter, selbst die Braunschweiger konnten die Entscheidungen nicht verstehen“, meinte Hader. „Wir hatten gerade die zweite Luft, die Pfiffe haben uns den Glauben an die Wende leider ein bisschen genommen.“

In der Schlussphase liefen die immer offensiver werdenden Delmenhorster in die Konter der Gastgeber, die in der 52. und 56. Minute auf 7:2 erhöhten. Immerhin gelang Johann Naujoks kurz vor dem Ende nach von Bassens feinem Zuspiel noch sein erstes Oberligator zum 3:7.